Ludwigshafen BASF: Dividende hoch – Im Stammwerk keine Kurzarbeit
Zeichen der Zuversicht: Mitten in der Corona-Krise hält der Ludwigshafener Chemiekonzern an seinem Vorschlag fest, die Dividende je Aktie für 2019 um 10 Cent auf 3,30 Euro zu erhöhen.
Der im Februar vorgelegte Dividendenvorschlag bedarf der Zustimmung der Hauptversammlung. Die Auszahlung erfolgt dann unmittelbar, nachdem auf dem Aktionärstreffen grünes Licht gegeben wurde. Die Hauptversammlung, zu der in der Regel rund 6000 Aktionäre in den Mannheimer Rosengarten kommen, war für den 30. April geplant, wurde dann aber wegen der Corona-Pandemie verschoben. Sie werde am 18. Juni als virtuelle Veranstaltung ohne Anwesenheit von Aktionären stattfinden, teilte das Unternehmen mit.
Kurzarbeit an vier Standorten
Die BASF-Hauptversammlung kann durch das in diesem Jahr vom Gesetzgeber ermöglichte virtuelle Format innerhalb der für Gesellschaften in der Rechtsform der Societas Europaea (SE) gesetzlich vorgeschriebenen Frist von sechs Monaten nach Abschluss des Geschäftsjahres stattfinden. Das Geschäftsjahr entspricht bei BASF dem Kalenderjahr. Die Hauptversammlung werde im Online-Service für Aktionäre übertragen, so die BASF. Wie geplant wird Jürgen Hambrecht, der von 2003 bis 2011 Vorstands-Chef war, mit Ablauf der Hauptversammlung von Kurt Bock – BASF-Chef von 2011 bis 2018 – an der Spitze des Aufsichtsrats abgelöst.
Das Stammwerk mit knapp 35.000 Mitarbeitern kommt im Unterschied zu den BASF-Standorten Münster, Würzburg, Schwarzheide und Lemförde bisher ohne Kurzarbeit über die Runden. In Ludwigshafen wurde die Produktion einzelner Anlagen gedrosselt. Ähnlich wie in der Weltwirtschaftskrise 2008 und 2009 können Mitarbeiter von schwach ausgelasteten oder stillgelegten Anlagen an anderen Stellen am Standort mit 200 Fabriken eingesetzt werden. Die Flexibilität des großen Verbundstandorts ist ein großer Vorteil – gerade auch in Krisenzeiten.