Wirtschaft BASF baut Beschäftigung in Ludwigshafen aus, aber Jobabbau steht an
Der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF hat an seinem Heimatstandort die Beschäftigung in den vergangenen zwölf Monaten ausgebaut. Am Standort Ludwigshafen, zu dem neben dem Stammwerk weitere BASF-Gruppengesellschaften gehören, zählte die BASF Ende März 38.978 Beschäftigte, das waren 630 mehr als zur gleichen Vorjahreszeit. Im Stammwerk waren es 34.508 Mitarbeiter, 276 mehr als ein Jahr zuvor.
Allerdings hat die BASF im Februar ein Sparprogramm für Europa und vor allem für Deutschland angekündigt, das auch mit einem Stellenabbau verbunden ist. Damit will die BASF die jährlichen Kosten um mehr als 500 Millionen Euro senken. Etwa die Hälfte davon soll der Standort Ludwigshafen stemmen. Das Sparprogramm betrifft zusammen 3500 Stellen, von denen aber 900 an andere Standorte verlagert werden, vor allem nach Berlin und nach Madrid. Unterm Strich werden also 2600 Stellen ersatzlos gestrichen. Auf Ludwigshafen entfallen davon 1800. Betroffen davon sind Einheiten außerhalb der Produktion, also in Unternehmens- und Service-Bereichen, in Forschung und Entwicklung (F&E) sowie in der Konzernzentrale. Das Kostensenkungsprogramm soll in diesem und im kommenden Jahr umgesetzt werden.
Zudem legt der Konzern mehr als neun Großanlagen im Stammwerk still, deren Betrieb dem Unternehmen nicht mehr aussichtsreich erscheint. Betroffen davon sind weitere rund 700 Stellen. BASF äußerte sich zuletzt „sehr zuversichtlich“, dass für die meisten dieser betroffenen Mitarbeiter Stellen in anderen Betrieben gefunden werden können. Eine Standortvereinbarung für das Stammwerk schließt betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2025 aus.
