Ludwigshafen BASF-Arbeitsdirektorin : Ohne Hilfe der Politik sind Arbeitsplätze gefährdet

Die Steam-Cracker-Anlage der BASF soll bis 2030 elektrisch beheizt werden. Derzeit wird sie mit Gas befeuert.
Die Steam-Cracker-Anlage der BASF soll bis 2030 elektrisch beheizt werden. Derzeit wird sie mit Gas befeuert.

Hohe bürokratische Hürden wie lange Genehmigungsverfahren etwa für Meeres-Windparks und den Bau von Stromleitungen könnten aus Sicht der BASF deren Ziel in Frage stellen, bis 2050 klimaneutral zu produzieren. Man beobachte mit Spannung, wie die Bundestagswahl am Sonntag ausgeht, sagte Melanie Maas-Brunner am Dienstag in Ludwigshafen. Denn bisher vermisse das Unternehmen die für diesen Wandel notwendige Unterstützung der Politik. Die Forschungschefin ist auch Arbeitsdirektorin – und als solche alarmiert: Ohne günstigen Ökostrom, ohne Leitungen, die ihn – unter anderem – nach Ludwigshafen bringen und ohne eine grenzüberschreitende CO2-Bepreisung sei die klimaneutrale Produktion nicht möglich, schon gar nicht zu international wettbewerbsfähigen Preisen. Maas-Brunner warnte davor, dass Wettbewerber die gleiche Transformation, wie sie die BASF vor sich hat, anderswo günstiger vollziehen könnten. Wenn die Politik nicht helfe, seien Arbeitsplätze gefährdet – nicht zuletzt in Ludwigshafen. Nicht nur die Industrie, auch die Bundesregierung geht inzwischen von einem dramatisch steigenden (Öko-)Strombedarf aus. Weiterlesen

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