Neustadt „Zweitbeste Lösung“ übrig
Der Verein Südliche Weinstraße (SÜW) Maikammer soll in der bestehenden Form erhalten und fortentwickelt werden. Dies betont sein Vorsitzender, der Maikammerer Verbandsbürgermeister Karl Schäfer. Neue Geschäftsführerin des Tourismusbüros in Maikammer wird Maria Bergold.
„Unser Verein wird auch künftig seine Aufgaben nach der Satzung für seine Mitglieder erfüllen. Dies gilt für alle Mitglieder aus den drei Ortsgemeinden. Dabei muss man zur Kenntnis nehmen, dass die politischen Gemeinden einfache Mitglieder sind, wie jedes andere Mitglied auch“, so Schäfer. „Man muss nicht alles verstehen müssen. Man muss aber Dinge akzeptieren, die man nicht ändern kann.“ Das sagte Karl Schäfer bei der Mitgliederversammlung des Vereins SÜW Maikammer zu den strukturellen Veränderungen im Tourismus in der Verbandsgemeinde Maikammer. Wie mehrfach berichtet, ziehen sich die Ortsgemeinden St. Martin und Kirrweiler aus der Finanzierung des Vereins zurück. St. Martin hat gerade einen eigenen Tourismusverein gegründet. Der Verein Südliche Weinstraße Maikammer habe, so Schäfer nach seiner Satzung alleine eine Verpflichtung den Leistungsträgern gegenüber. Dies seien die Hoteliers und Gastronomen, die privaten Zimmervermieter, der Weinbau und das heimische Gewerbe. Anstellungskörperschaft für das Personal im Büro für Tourismus (BfT) in Maikammer muss künftig aus EU-rechlichen Gründen die Ortsgemeinde Maikammer sein. Diese wird mit dem Verein SÜW einen Geschäftsbesorgungsvertrag abschließen. Die Mitarbeiter im BfT werden dann die satzungsmäßigen Aufgaben des Vereins ausführen. Dies gilt ebenso für die Umsetzung von Beschlüssen, die der Vorstand des Vereins fasst. Der Verein wird wie bisher eng mit dem Dachverein auf Kreisebene zusammenarbeiten. Dies schließe eine partielle Zusammenarbeit zum Vorteil der Vereinsmitglieder mit der Pfalztouristik nicht aus. Schäfer hält nach wie vor eine enge Zusammenarbeit über die Gemeindegrenzen hinweg für den richtigen Weg. Das Hervorheben der eigenen Stärke einer Ortsgemeinde müsse darunter nicht leiden. Bestätigt sieht er sich dabei vom Ergebnis der Mitgliederbefragung des Vereins und dem Ergebnis des Untersuchungsberichts der Agentur „dwif“ aus Berlin, die mit der Überprüfung möglicher Organisationsformen und Beteiligungen beauftragt war. Über 55 Prozent der an der Mitgliederbefragung beteiligten Mitglieder wünschten sich auch weiter eine Zusammenarbeit der drei Ortsgemeinden. Die jetzt geplante Organisationsform sei die „zweitbeste“ Lösung, so Wolfgang Heuschmid und Thomas Feil von der Agentur. Man sollte sie aber als Herausforderung und Chance zugleich betrachten. Der Vorsitzende dankte der Ende August aus dem Dienst ausscheidenden Geschäftsführerin Christiane Schneider. Diese habe in den 25 Jahren ihrer Tätigkeit, zusammen mit ihren Mitarbeitern und den Vereinsmitgliedern, die Verbandsgemeinde Maikammer zu einer „Marke“ im Tourismus entwickelt, die in der Pfalz eine Spitzenstellung einnehme. Die neue Geschäftsführerin Maria Bergold ist seit 13 Jahren Leiterin der Touristinformation der Verbandsgemeinde Lambrecht. Neben ihrer Ausbildung zur Hotelfachfrau hat sie auch einen Abschluss als Betriebswirtin für Tourismus. Die Mitglieder des Vereins SÜW Maikammer können Bergold bei einem zwanglosen Gespräch im Wein- und Sekthaus Thomas Zöller in Kirrweiler am 14. Juni kennen lernen. Der Arbeitsbeginn muss noch mit der Verbandsgemeinde Lambrecht abgestimmt werden. Die Vereinsmitglieder stimmten dem Wirtschaftsplan 2016 zu. (ff)