Neustadt Zusammenspiel auf dem Prüfstand

Bekommen einen späteren Termin im Mai: „Leisböhler Weintage“ und Maikerwe.
Bekommen einen späteren Termin im Mai: »Leisböhler Weintage« und Maikerwe.

Klare Kritik ist vor allem bei der räumlichen Gestaltung der Festkombination zu erkennen: Nachdem die „Leisböhler Weintage“ und die Maikerwe im vergangenen Monat Premiere als Zweigespann hatten (wir berichteten mehrfach), sind die überwiegend negativen Rückmeldungen zur Aufteilung eindeutig, wie die Verwaltung dieser Tage in ihrem Resümee zur erstmaligen Zusammenlegung feststellen muss. „Aus dem Feedback, das wir bekommen haben, ergeben sich für uns zwei Fragestellungen“, fasst der Erste Beigeordnete Tobias Meyer (CDU) im Pressegespräch zusammen: Ob „die Lokalität richtig“ und „die Zusammenlegung sinnvoll“ ist, damit befassen sich erneut der Ausschuss für Ortsmarketing, der Anfang des Jahres die Zusammenlegung der Feste empfohlen hatte, sowie die Mitarbeiter der Tourist-Information, die alle Rückmeldungen ausgewertet haben. Mit den Festbeschickern hat laut Meyer bereits eine Nachbesprechung stattgefunden. Wie Annika Weiss, Leiterin der Tourist-Info, und der für Veranstaltungen zuständige Mitarbeiter Gunther Metz aufschlüsseln, habe es unterschiedliche Rückmeldungen gegeben. Bei der Auswertung müsse man „vor allem auch zwischen Zusammenlegung und Örtlichkeit unterscheiden“. Während viele Betriebe und Vereine die neue Zusammenlegung zwar als „gut für die Kerwe“ befanden, wurde der Platz für die Weintage laut den Rückmeldungen mit großer Mehrheit als „schlecht“ bewertet. Im Einzelnen kritisierten die Beschicker „Engstellen am Kerweübergang und vor der Bühne“. Zudem bezeichneten nicht wenige die Stände im Wendehammer als „abgehängt“ vom Festgeschehen. Bei den Besuchern war die Wahrnehmung eine ganz ähnliche. Das zeigt die Umfrage der Verwaltung im Amtsblatt und im Internet: Von 22 Rückmeldungen stammen laut Annika Weiss fünf von der Facebookseite der Gemeinde, zehn kamen per E-Mail an und sieben wurden handschriftlich abgegeben. Dabei habe es sich ausdrücklich nicht um Anwohner des Festes gehandelt, sondern um Besucher mit inhaltlicher Kritik, betont die Verwaltung auf Nachfrage. Mit 13 Stellungnahmen für die Zusammenlegung der beiden Feste, die übrigen dagegen oder „ohne konkrete Aussage“ sei aber nur ein Kritiker für die neue räumliche Aufteilung gewesen und 21 dagegen. Statt im Wendehammer der Leo-Loeb-Straße wünschte sich fast die Hälfte der Bürger eine Rückkehr der Weintage auf den Jahnplatz. Auch der Rathausplatz oder das Kulturviereck wurden vereinzelt gewünscht. Zusammenfassend könne man also sagen, „dass fast alle eine terminliche Zusammenlegung befürworten, jedoch die diesjährige Örtlichkeit der Weintage als ungeeignet empfanden“, erklären die Mitarbeiter der Tourist-Info. „Auch wurde von Einigen ein späterer Zeitpunkt im Mai gewünscht“, führten sie an. Dezernent Meyer pflichtete bei, indem er das Wetter am ersten Maiwochenende als „zugegeben nicht gut“ bezeichnete, denn es habe „teilweise geregnet“. Er befand unter anderem das Detail als positiv, dass laut den Schaustellern wieder verstärkt Besucher aus der „mittleren Altersstufe“ zwischen 40 und 55 Jahren das gemeinsame Fest besucht hätten.

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