Neustadt Zur Sache: Weitere Unterkunft in der Amalienstraße
In der Amalienstraße 17 geht in der nächsten Woche eine weitere Flüchtlingsunterkunft in Betrieb. Etwa 40 Menschen sollen in dem früheren Zoll-Gebäude untergebracht werden, sagte Sozialdezernent Ingo Röthlingshöfer gestern bei einer Informationsveranstaltung für Anwohner. In dem Gebäude sei fünf Wohnungen eingerichtet worden. Zur Flüchtlingsunterkunft Amalienstraße gehört außerdem noch das Nachbargebäude mit der Hausnummer 19. Letzteres hat eine lange Tradition als Flüchtlingsunterkunft. Rund 20 Jahre lang wurden dort Asylsuchende untergebracht, bis das Gebäude Ende 2013 vorübergehend geschlossen und saniert wurde. Inzwischen ist es umstrukturiert, für den Bedarf von Familien eingerichtet und auch schon wieder belegt. Etwa 20 Menschen lebten dort, so Röthlingshöfer. Im weiteren Umfeld gibt es außerdem Flüchtlingswohnungen in der Talstraße 75 und 90. Insgesamt liege die Anzahl der Flüchtlinge in dem Gebiet aber unter hundert, betonte Sozialamtsleiterin Marion Walz. Mit den betroffenen Kindertagesstätten und Schulen sei die Verwaltung in engem Kontakt. Ein Zuhörer wies auf Probleme mit Müll hin. Immer wieder komme es vor, dass Müll nicht ordnungsgemäß zum Abholen bereit gestellt werde. Dadurch blieben Müllsäcke auf der Straße liegen. Walz räumte ein, dass die Trennung des Mülls in den Flüchtlingsunterkünften schwer durchzusetzen sei. „Gerade am Anfang klappt das nicht richtig.“ Die Stadt arbeite aber daran. Ein Sozialarbeiter sei damit beauftragt, neu angekommenen Flüchtlingen das Trennsystem zu erklären. Wenn die ersten Bewohner in der Amalienstraße 17 einziehen, sollen am Eingang die Bürozeiten veröffentlicht werden, kündigte Walz an. Bürger hätten so die Möglichkeit, Kontakt aufzunehmen. Auch ein Tag der offenen Tür ist geplant, ähnlich wie bei den bereits in Betrieb genommenen Flüchtlingsunterkünften. Betreut wird die Gemeinschaftsunterkunft von Klaus Gatz und Haider Amiry, die bereits zusammen die Unterkunft in der Europastraße betreuen. (kkr)