Neustadt Zur Sache: „Viele offene Stellen“

Für Flüchtlinge mit dem Status „Duldung“ ist bei der Arbeitssuche die Agentur für Arbeit zuständig. Wer als asylberechtigt anerkannt ist, wechselt zum Jobcenter. Bei „geduldeten“ Flüchtlingen wird bei der Vermittlung überprüft, ob es Bewerber gibt, die bevorzugt zum Zug kommen. Etwa Deutsche oder EU-Ausländer. Die Arbeitsagentur in Landau, zu der Neustadt gehört, hat, um das Verfahren möglichst unbürokratisch zu gestalten, die Branchen, die erfahrungsgemäß auch für Deutsche oder EU-Ausländer attraktiv sind, schriftlich gelistet. Dazu gehören beispielsweise die Bereiche Büro, Verkauf und Logistik. Wenn ein Flüchtling in einem solchen Bereich einen Job antreten will, wird überprüft, ob nicht ein bevorzugter Kandidat, also beispielsweise ein Deutscher, Interesse hat. Bei Jobs aus anderen Bereichen erteilt die Arbeitsagentur sofort einen positiven Bescheid. Insgesamt sei die Arbeitsmarktlage gut, sagt Agentursprecherin Anke Spittka. „Wir haben viele offene Stellen.“ Wie viele Flüchtlinge genau arbeitssuchend sind, kann sie nicht sagen, da die Flüchtlinge nicht gesondert aufgeführt werden. Allerdings lässt sich aus der Aufschlüsselung nach Nationalitäten ein Eindruck gewinnen. So waren im Februar in Neustadt 2353 Menschen arbeitslos gemeldet, darunter 353 mit ausländischer Nationalität. 88 stammen aus so genannten Asylzugangsländern, 55 davon aus nicht-europäischen. In diesen Zahlen sind aber nur Menschen erfasst, die dem Arbeitsmarkt in vollem Umfang zur Verfügung stehen. Es fehlen also Flüchtlinge, die Einstiegssprachkurse oder Integrationskurse absolvieren. (kkr)