Neustadt Zur Sache: Reaktionen aus dem Tal

„Das ist eine große Sauerei, dass fünf Tage kein Bus fährt. Was machen denn die Leute, die keinen Führerschein haben?“, ärgert sich der Elmsteiner Bürgermeister Stefan Herter (SWG). Er habe sich bei der Verwaltung beschwert, ohne Erfolg. Mit gutem Willen wären Fahrten von Kleinbussen oder zumindest von Ruftaxis zu organisieren gewesen, ist Herter überzeugt. Er berichtet, dass sich zahlreiche Bürger bei ihm beklagt haben. Auch in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats sorgte die Einstellung des Busverkehrs für heftigen Ärger. Ulrich Huber (CDU) verwies darauf, dass die erneute Sperrung auch mit Nachteilen für die Elmsteiner Betriebe verbunden sei. So sei beispielsweise für die Gastronomie eine Sperrung in der Osterzeit geschäftsschädigend. Sauer ist Rene Verdaasdonk, der im vergangenen Jahr einen Zipline-Park in Iggelbach errichtet hat. „Die Ferien sind Hochsaison für einen Zipline-Park. Und jetzt wird schon zum zweiten Mal in dieser Zeit die L 499 gesperrt“, regt sich Verdaasdonk auf. „Ich bin sehr verärgert “, sagt auch Franz Semmelsberger, der in Elmstein ein Fuhrunternehmen betreibt. „Wir müssen über Weidenthal oder über den Totenkopf, das ist mit Holztransportfahrzeugen gar nicht so einfach und dauert wesentlich länger.“ Die Tonnagebeschränkung sei auch nachteilig für Esthaler Betriebe, sagt Bürgermeister Gernot Kuhn (CDU). Die sehen die Sache aber anscheinend eher gelassen. „Ich verstehe die Aufregung nicht, die Straße muss gemacht werden“, sagt Angelika Mersinger von der Esthaler Baufirma Mersinger. Bei der Transportfirma Datzer heißt es, dass man einen Stellplatz bei der Firma Glatz nutzen könne. Auch die Baufirma Kaiser hat eine Abstellmöglichkeit für ihre Lkw. |ann