Neustadt Zur Sache: Das Museum

Das Museum für Weinkultur ist 1986 im historischen Rathaus Deidesheim entstanden nach einem damals neuartigen Konzept. Der Begriff Weinkultur wird dort nicht nur als Anbau, Ernte, Weinausbau und Genuss des Weines verstanden: Er umfasst auch die Bedeutung, die dem Wein in Kunst, Literatur, Wissenschaft, Medizin, Wirtschaft, Politik und Religion über die Jahrhunderte zukam und zukommt. Die Dauerausstellung bietet Einblicke in die vielfältige Kulturgeschichte des Weins. Es war schon damals als lebendiges Museum geplant. Führungen, Themenweinproben, Veranstaltungen wie der Urbanstag sollten es mit Leben erfüllen. Und es bot schon früh Arbeitsmaterialien für Schulen an, die auch heute als PDF-Datei von der Internetseite heruntergeladen werden können. Dabei geht es um Themen wie Amphoren, Etiketten, die Herstellung von Glas und das Winzerleben in früheren Zeiten. Letzteres ist in den Obergeschoßen mit Arbeitsgeräten, Mobiliar und lebensgroßen Figuren nachgestellt. Früher sind auch Vorträge zum Urbanstag als Schriftenreihe veröffentlicht worden. Themen waren beispielsweise die „Verwendung von Wein in Medizin und Pharmazie vom Altertum bis zur Gegenwart“, „Wein, Musik und Musikanten“ (von Professor Emmerich Smola), „Gutes Essen verdient gutes Trinken“, oder „Wein und Philosophie“. Zu den Aktivitäten des Museums gehört auch das Verpachten von Rebstöcken im „Prominentenweinberg“ im Paradiesgarten. Prominente Pächter sind unter anderem Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl und der frühere sowjetische Präsident Michail Gorbatschow. Die Internetseite des Deidesheimer Museums für Weinkultur, die allerdings nach Auskunft des neuen Museumsvereinsvorstands aktualisiert werde muss, ist unter der Adresse www.weinkultur-deidesheim.de zu erreichen. |ff