Neustadt Zur Person: Alisa Weber strebt nach der Weinkrone

... und als Weinhoheit – demnächst mit einer Krone für die Pfalz?
... und als Weinhoheit – demnächst mit einer Krone für die Pfalz?

Eine der acht Bewerberinnen um die pfälzische Weinkrone ist Alisa Weber aus Niederkirchen. Sie war Weinprinzessin der Verbandsgemeinde Deidesheim. Trotz der ungewöhnlich hohen Anzahl an Kandidatinnen ist Alisa die einzige aus der Neustadter Region. Noch bis vor Kurzem war sich die junge Frau noch etwas unschlüssig, ob sie nach dem Jahr in Deidesheim gleich weitermachen soll. Doch nun hat sie sich entschieden und will es wissen: „Später hätte ich vielleicht auch nicht mehr die Zeit dazu.“ Alisa feierte Ende Juli ihren 20. Geburtstag und ist somit kein Teenie mehr. „Man fühlt sich gleich schon viel erwachsener“, scherzt sie. Trotzdem ist sie bei der Wahl am 6. Oktober das Küken unter den Bewerberinnen. Alisa sieht das jedoch eher als Vorteil: „Da geht man die Sache noch spontaner und gelassener an.“ Die gelernte Hotelfachfrau stammt zwar nicht direkt aus einem Weingut, doch verbindet sie über ihre Familie seit ihrer Kindheit eine innige Freundschaft zum Niederkirchener Weingut Bach-Frobin. Hier hat sie bereits als Jugendliche mitgeholfen und bekam alle praktischen Arbeiten rund um den Weinan- und -ausbau direkt mit. Ihre Ausbildung hat die junge Frau in Deidesheim im Ketschauer Hof absolviert. Nach vier Jahren strebt sie nun eine berufliche Weiterentwicklung an. Das könnte zunächst eine Stelle in einer Vinothek sein, aber auch der Touristikbereich würde Alisa interessieren: „Als Hotelfachfrau ist dies alles möglich. Ich bin für alles offen.“ Ihr Ziel ist jedoch irgendwann einmal Sommelière zu werden. Die Chancen am 6. Oktober stehen also eins zu acht, dass die Pfälzer Weinkrone wieder in die Verbandsgemeinde Deidesheim kommt. Doch egal wie die Wahl ausgeht, auf Alisa wartet ein interessantes Jahr, in dem sie viel Neues erleben wird. Zeitintensiv wird es sicher auch; denn für die künftigen Pfälzer Weinrepräsentantinnen, stehen zwischen 180 und 300 Termine während der Amtszeit an. „Da muss die Freizeit hinten anstehen“, ist sich Alisa sicher. Doch sie ist gerne unterwegs und auch gerne auf Weinfesten. Zurzeit erholt sich Alisa jedoch gerade von einem unverschuldeten Fahrradunfall. Ein unachtsamer Verkehrsteilnehmer hat sie im Deidesheimer Kreisel abgedrängt und die Weinprinzessin landete unsanft im Graben. Doch anstatt ihr zu helfen, machte sich der Verursacher unerkannt aus dem Staub. Die junge Frau musste deshalb sogar ein paar Tage im Krankenhaus verbringen. Doch zur Forster Kerwe war Alisa wieder fit. Derzeit hat sie erst einmal „Krönchen-freie“ Zeit, denn sie hat die Krone an ihre Nachfolgerin Lena Franz weitergegeben. Dennoch kommen nun auch einige Vorbereitungen für die Krönungsveranstaltung am 6. Oktober im Neustadter Saalbau auf Alisa zu. Ein Film über ihren Bezugsort, der allerdings nicht ihr Heimatort sein durfte, wurde bereits gedreht. „Ich habe Deidesheim ausgewählt, schließlich bin ich zurzeit jeden Tag dort“, erklärt sie.

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