Neustadt Zu 70 Bränden ausgerückt

Verbandsgemeindebürgermeister Peter Lubenau und Wehrführer Thorsten Ritzmann ehrten Florian Heck, Bernd Poschmann, Marko Benz un
Verbandsgemeindebürgermeister Peter Lubenau und Wehrführer Thorsten Ritzmann ehrten Florian Heck, Bernd Poschmann, Marko Benz und Mario Weisbrodt (von links). Zweiter von rechts: Kreisbeigeordneter Sven Hoffmann.

Die Verbandsgemeinde-Feuerwehr Deidesheim hat ein bewegtes Jahr mit 183 Einsätzen hinter sich (2016: 206). Trotz der sinkenden Zahl der Mitglieder sei die Verfügbarkeit der Einsatzkräfte am Tag immer gewährleistet, sagte Wehrleiter Torsten Ritzmann bei der Jahresversammlung – noch.

Zu 70 Bränden (2016: 69), darunter sieben Groß-, sechs Wald- und drei Fahrzeugbrände, sind die Wehrleute der Deidesheimer Verbandsgemeinde-Feuerwehren vergangenes Jahr ausgerückt. Elfmal halfen die Wehren außerhalb der Verbandsgemeinde aus – wie etwa beim Brand der Limburg in Bad Dürkheim. Hilfeleistungen gab es 71. Zwölf Personen haben die Feuerwehrleute in der Verbandsgemeinde Deidesheim im vergangenen Jahr aus einer bedrohlichen oder lebensbedrohlichen Situation gerettet. Das sind genauso viele wie im Jahr zuvor. „Für zwei Personen kam leider jede Hilfe zu spät“, sagte Ritzmann. Er wies darauf hin, dass bei der kühlen Betrachtung der Statistik keinesfalls vergessen werden sollte, dass es sich bei den Einsätzen oft um schwere Schicksalsschläge für die Betroffenen handele. Ob das der Verlust von Mobiliar bis zum Gebäude oder ob es schwere Verletzungen bis hin zum Tod seien. Er dankte allen Wehrleuten und deren Familien für ihr Engagement und Verständnis. Die Einheiten aus Deidesheim, Meckenheim und Niederkirchen waren mit 4200 Stunden knapp 1000 Stunden mehr als 2016 und damit statistisch gesehen jeden zweiten Tag im Einsatz. Das berichtete Torsten Ritzmann, Wehrleiter der Verbandsgemeinde-Feuerwehr, bei der Versammlung am Freitag. Aktuell sind 114 Wehrleute aktiv, darunter sechs Frauen, berichtete Torsten Ritzmann, Wehrleiter der Verbandsgemeinde-Feuerwehr, bei der Jahresversammlung am Freitag. 2016 waren es noch 117 und sieben Frauen. „Faktisch müssten wir laut Gesetzgeber 154 Feuerwehrangehörige haben“, sagte Ritzmann. Die aktuelle Mitgliederzahl sei auf einem historischen Tiefstand. Und das trotz der gelungenen Arbeit der Jugendfeuerwehr, aus deren Reihen fast ausschließlich der Nachwuchs rekrutiert werde. Die Jugendfeuerwehr freute sich über Zuwachs: 2016 waren es 32 Jungs und vier Mädchen, jetzt sind es 46 Jungs und sechs Mädchen. Mit 40 tagsüber verfügbaren Kameraden gehöre die Verbandsgemeinde-Feuerwehr zu den personalstärksten Wehren im gesamten Landkreis, sagte Ritzmann. Hier, so lautete sein Appell, müsse die Entwicklung im Auge behalten werden. Insbesondere vor dem Hintergrund sinkender Mitgliederzahlen. „Die politisch Verantwortlichen, auch in der Verbandsgemeinde, werden sich in den nächsten Jahren verstärkt Gedanken machen müssen“, wie sie Menschen für den Wehrdienst begeistern könnten, so Ritzmann. In Kürze könne das Löschfahrzeug TSF-W für die Feuerwehr Niederkirchen abgeholt werden, das für deren Atemschutznotstaffel ausgestattet worden sei. Die Verbandsgemeinde zahle dafür 130.000 Euro, so Ritzmann. Er hoffe, dass der Landkreis dieses Jahr den 35 Jahre alten Löschzug Wasserversorgung ersetze. Personalien Neu verpflichtet wurden neun Wehrleute. Zum Brandmeister befördert wurden Tobias Dörr und Christian Weisbrodt, zum Oberbrandmeister Thomas Melchior (alle Deidesheim). Christian Morlock (Meckenheim) wurde zum Hauptbrandmeister befördert. Verabschiedet wurde Atemschutzgerätewart Stefan Ißler (Deidesheim).

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