Neustadt „Zeigen Sie uns Ihren Ort“

Das erste Plenum mit Planer Frank Pflüger (links) aus Aachen.
Das erste Plenum mit Planer Frank Pflüger (links) aus Aachen.

Plakatwände, Tische und grün-weiß-gestreifte Segeltuch-Klappstühle: Einladend hat es gestern Nachmittag vor dem Alten Rathaus in Hambach ausgesehen. Allzu viele interessierte Bürger waren trotzdem nicht gekommen: Mit rund 30 Hambachern startete die Dorfmoderation für das Integrierte Entwicklungskonzept.

Drei Planungsbüros aus Aachen und Köln wollen dabei für die Bereiche Entwicklung, Verkehr und Tourismus Perspektiven aufzeigen (wir berichteten) und das nicht ohne die Bürger: Bis Samstag arbeiten sie vor Ort, es gibt Runde Tische, man kann ihnen über die Schulter schauen, im Podium gemeinsam diskutieren. Vor allem geht es darum, den Schlossbetrieb und das Weindorf besser in Einklang zu bringen. „Ich freue mich auf ein spannendes Wochenende“, formulierte es Ortsvorsteherin Gerda Bolz zum Auftakt. Hambach habe „lange darauf gewartet, lange dafür gekämpft, dass so etwas passiert“. Im Ortsbeirat habe das Thema Dorfentwicklung immer mehr Raum eingenommen, bis er schließlich an seine Grenzen gestoßen sei. Umso dankbarer sei sie der Stadtplanung, allen voran Bernhard Adams und Carmen Wunn, dass sie sich für ein Konzept, wie es nun erarbeitet werde, engagiert hätten. „Ich weiß, es ist heiß“, stellte Bolz mit Blick aufs Wetter fest, nachdem sie alles rekapituliert hatte, was seit Herbst 2017 bereits von den Büros geleistet wurde, und was nun mit den Bürgern besprochen werden soll. „Vielleicht kommen später noch ein paar, und ich freue mich auf jeden Fall über die, die da sind.“ Stadtplaner Frank Pflüger vom Aachener Büro HJP oblag es, den Hambachern zu sagen, was sich die Planer von ihnen erwarten: „Sie sind die Experten, Sie wissen ganz viel über den Ort, Gutes wie Schlechtes, manches über die Geschichte, und Sie wissen, wie die Leute ticken.“ Das soll den bisherigen, ebenso wichtigen Blick der Planer von außen ergänzen. Konkret wurden deshalb drei Gruppen gebildet, die dann zu Spaziergängen starteten: Dabei sollten die Hambacher ihre Sicht zu Verkehr, Tourismus und Dorfentwicklung mitteilen. Zunächst ein wenig enttäuscht meldete sich vorab ein Bürger zu Wort: „Ich dachte, wir bekommen erst einmal gesagt, was Sie herausgefunden haben.“ Ein Geheimnis, so Carmen Wunn, sei das nicht. Doch funktioniere die Sache umgekehrt: Zu Beginn der Bürgerbeteiligung sei den Planern der ureigene Blick der Hambacher wichtig. Dann werde beides zusammengeführt. Was wiederum nach den Spaziergängen geschah: Im Alten Rathaus wurde am Abend alles besprochen und es wurden Arbeitsaufträge nach dem Motto „Was ist Ihnen wichtig“ formuliert. Bis Samstag sollen diese den Blick der Konzeptentwickler weiter schärfen. Einwurf Info —Heute: 9-19 Uhr: offenes Arbeiten der Planer, 11-12 Uhr: offener runder Tisch für Gastronomen/Hoteliers, 14-15 Uhr: offener runder Tisch für Immobilienbesitzer, 18.30-21.30 Uhr: Info-Veranstaltung Zwischenergebnisse —Morgen: 9-12 Uhr: Arbeiten der Planer, 14-15 Uhr: Vorstellung der Ergebnisse und Abschlussplenum

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