Neustadt Yilmaz läuft sensationell

«NEUSTADT/HASSLOCH.» Bei der süddeutschen Meisterschaft der Leichtathleten in Ingolstadt präsentierte sich Nathalie Stübinger (TV Gimmeldingen) im Sprint in guter Form. „Auch wenn viele nicht daran geglaubt hatten, aber ich hatte mir für Nathalie eine kleine Chance ausgerechnet, in das Finale über 100 Meter zu kommen“, informierte ihr Trainer Lothar Spilke.
Aber sowohl über 100 Meter am ersten Tag, als auch über 200 Meter am Sonntag kam Stübinger schlecht aus dem Startblock. „Über Platz sechs im Finale war ich hochzufrieden. Es war ihr erster Start bei süddeutschen Meisterschaften, und Nathalie war schließlich nur als zwölftbeste Läuferin gemeldet“, betonte Spilke. Über 200 Meter wurde sie Gesamt-Zwölfte in neuer Bestzeit von 25,60 Sekunden, nachdem sie lediglich als 29. der Meldeliste an den Start ging. „Nach der schlechten Reaktionszeit und der Müdigkeit vom Vortag, steht aber fest, dass da noch mehr geht“, so Trainer Spilke. Auch Philipp Baron (LC Haßloch) war Debütant auf einer überregionalen Meisterschaft. Der 800-Meter-Läufer zeigte sich von Organisation und Kulisse beeindruckt. „Alles war professioneller als sonst. So gab es keine Startpistole, sondern ein Signal aus dem Lautsprecher“, erzählte er. Am Ende landete er in 2:09,49 Minuten auf Rang acht in der Altersklasse M15. Wegen einer Bronchitis in der Vorwoche konnte er nicht voll trainieren und spürte auch noch die Nachwirkungen. „Leider keine neue Bestzeit“, so Baron. Jens Laudage, Trainer des Neustadter Jugendlaufteams, freute sich über die Premiere der beiden 800-Meter-Läuferinnen Melissa Yilmaz und Caroline Beil (beide W14). Auch Beil musste gehandicapt nach einer Operation und Trainingsrückstand an den Start und belegte in 2:39,25 Minuten Rang 22. Doch Yilmaz hatte sich für die beiden Stadionrunden viel vorgenommen. Sie ging auf Rang 26 der Meldeliste ins Rennen und wurde in neuer Bestzeit in 2:28,60 Minuten Gesamt-Elfte. „Sie startete sehr selbstbewusst und hat voll aufgedreht. Bis 600 Meter führte sie und hielt das Tempo bis zum Schluss hoch, schließlich wurde sie Zweite ihres Laufs. Sie ist sensationell gelaufen und steigerte sich um rund drei Sekunden, eine Spitzenleistung“, informierte Laudage.