Neustadt Wohnraumsuche immer schwieriger

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Die Anzahl der Asylbewerber in Deutschland ist in diesem Jahr deutlich angewachsen: Auch in den Landkreisen und Gemeinde an der Weinstraße sind mehr von ihnen unterzubringen. Es steigen auch die Probleme, Wohnraum für sie zu finden. An das Engagement von Bürgern appellieren die Stadt und die Verbandsgemeinde Deidesheim.

Fünf Asylbewerber sind am Donnerstag im Kreishaus Südliche Weinstraße in Landau angekommen. Sie kamen aus Syrien, Somalia und Eritrea. Damit ist die Anzahl der Asylbewerber, die – je nach Einwohnerzahl – auf die einzelnen Verbandsgemeinden verteilt wurden, auf rund 270 gestiegen. Im Vergleich zu 2011 bedeutet dies eine Steigerung um etwa 130 Prozent. Wie Mitarbeiter der Kreisverwaltung erklärten, werde es angesichts der Flut von Flüchtlingen aus Krisengebieten dieser Welt immer schwieriger, für sie Wohnraum zu finden. Landrätin Theresia Riedmaier (SPD) habe schon bei einer Ortsbürgermeister-Dienstbesprechung dafür geworben, in den jeweiligen Städten und Gemeinden Ausschau nach Möglichkeiten der Unterbringung zu suchen. Und der Zustrom in der Aufnahmestelle in Trier dürfte auch in den kommenden Monaten nicht abebben. 2,7 Prozent der auf Rheinland-Pfalz entfallenden Asylbewerber muss der Kreis Südliche Weinstraße aufnehmen. Nach der Ankunft am Kreishaus werden sie dann von Vertretern der jeweiligen Verbandsgemeinde-Verwaltungen empfangen und in ihre Unterkünfte gebracht. Zur Finanzierung ihres Lebensunterhalts bekommen sie je nach Familienstand und Alter zwischen 215 und 362 Euro pro Monat. Es ist damit zu rechnen, dass in nächster Zeit auch in der Stadt und der Verbandsgemeinde Deidesheim weitere Menschen aufgenommen werden müssen. Bisher seien schon in allen Orten der Verbandsgemeinde Flüchtlinge und Asylanten untergebracht, seit Mitte August auch in der Stadt Deidesheim. Dies hat Stadtbürgermeister Manfred Dörr mitgeteilt. Es handelt sich dabei um vier Männer aus Eritrea. Stadtbürgermeister Manfred Dörr, Verbandsbürgermeister Theo Hoffmann sowie der bei der Verwaltung zuständige Mitarbeiter Holger Ganzert haben vor etwa zwei Wochen die Vertreter der Stadtratsfraktionen informiert und laut Dörr gebeten, „die Asylbewerber freundlich und mit Respekt aufzunehmen“. Oftmals hätten die Menschen schlimme Erfahrungen auf der Flucht und bei Verfolgungen im Heimatland gemacht und müssten sich auch erst an die neue Umgebung gewöhnen. Die Stadt und die Verbandsgemeinde Deidesheim seien „für jede Unterstützung bei der Unterbringung dieser Menschen dankbar“, sagt Dörr. So seien schon Sprachkurse und anderes vorgelegt, wofür vor allem Unterrichtsmaterialien benötigt würden. Dörr hofft, dass „die sprichwörtlich gute Pfälzer Gastfreundschaft“ in Deidesheim auch den Flüchtlingen und Asylbewerbern entgegengebracht werde. Sollten sich Bürger beim Thema Asyl einbringen wollen, können sie sich an Holger Ganzert bei der Verbandsgemeindeverwaltung Deidesheim, Am Bahnhof 5, Telefonnummer 06326/977-120 wenden. Von dort werden die Aktionen dann auch koordiniert. Auch für Fragen zum Thema steht die Verbandsgemeindeverwaltung zur Verfügung. (mik/ff)

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