Neustadt Wohnen und Kleingewerbe
Der Stadtrat hat gestern Abend einstimmig beschlossen, einen neuen Bebauungsplan für das Sulo-Gelände aufzustellen. Oberbürgermeister Hans Georg Löffler (CDU) betonte, dass damit noch keine Festlegung für eine künftige Wohnbebauung verbunden ist.
Der Fasshersteller Sulo stellte 2014 die Produktion ein. Wie berichtet, gibt es einen Investor, der das Gelände gekauft hat und als Wohnungsstandort vermarkten will. Dagegen gab es parteiübergreifende Widerstände, weil Gewerbeflächen in Neustadt knapp sind. Die Verwaltung hatte stets betont, dass wegen der Altlasten eine Vermarktung für Gewerbe schwierig sei und auch Genehmigungsprobleme aus Lärmschutzgründen auftreten könnten. Der Neustadter SPD-Parteivorsitzende Pascal Bender schlug vor, dass nun geprüft wird, ob neben den geplanten Wohnungen auch Kleingewerbe angesiedelt werden kann, von dem keine Belastung für die Nachbarschaft ausgeht. Das begrüßten Matthias Frey (FDP) und Kurt Werner (Grüne). „Wir müssen darauf achten, dass wir sowieso versiegelte Flächen in Neustadt auch für Gewerbe nutzen, um eine weitere Versiegelung zu verhindern“, sagte Werner. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Clemens Stahler bezeichnete dies als guten Kompromiss. Alle Redner machten deutlich, dass auch bezahlbarer Wohnraum in Neustadt knapp sei. |wkr