Neustadt
Wochenspiegel: Von Wahlen und Arbeitsplätzen
Hambacher Vorzeige-Paar
Der Wahlkampf der vergangenen Wochen ging ungewöhnlich friedlich über die Bühne. Da passt es, dass Marc Weigel versucht, in der neuen Legislaturperiode möglichst viele Fraktionen mitzunehmen und Schranken erst gar nicht hochzuziehen. Ein Musterbeispiel für das Wir-Gefühl ist das gute Verhältnis von Gerda Bolz und Pascal Bender. Egal ob die „Schwarze“ oder der „Rote“ die Stichwahl in Hambach am Sonntag gewinnt, das Vorzeige-Paar wird sich am Abend die Hände schütteln und am Montag gemeinsam neue Projekte angehen.
Zur Nachahmung in den anderen Ortsteilen empfohlen, auch dort, wo vermeintliche Favoriten wie Patrick Henigin in Diedesfeld oder Clemens Stahler in Geinsheim überraschende Niederlagen einstecken mussten.
Hornbach tut weh
Es dauert oft Jahre, bis Gewerbegebiete erschlossen und Firmen angesiedelt sind. Mühsam muss Neustadt um jeden Arbeitsplatz ringen, auch weil die Flächen rar sind. Da ist es umso schmerzlicher, wenn auf einen Schlag 280 Arbeitsplätze von Hornbach in die Südpfalz verlagert werden, auch wenn sich der Schritt angedeutet hatte und nachvollziehbar ist. Der Hornbach-Abschied tut richtig weh, mitten in der Aufbruchstimmung der vergangenen eineinhalb Jahr unter dem neuen OB.Umso wichtiger sind Projekt wie die Co-Factory in der ehemaligen Papierfabrik Hoffmann & Engelmann im Schöntal.
Wirtschaft und Bauen stärken
Für die Stadt muss der Hornbach-Abschied auch heißen, dass Wirtschaftsförderung zur absoluten Chefsache erklärt werden muss. Der Bereich ist zwar jetzt schon im Dezernat von Oberbürgermeister Marc Weigel angesiedelt, aber der hat noch viele andere Baustellen, allen voran das Baudezernat. Dort gibt es so viele Aufgaben anzugehen, dass Neustadt dringend einen Baudezernenten benötigt, der Stadtplanung und Gebäudemanagement auf die Reihe bekommt, ohne dabei durch andere Geschäftsbereiche abgelenkt zu werden.