Neustadt Wochenspiegel:

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Heute vor einer Woche wurde eine Familie aus Deidesheim in ihrem Haus kurz vor Mitternacht überfallen. Zwei maskierte Täter forderten mit vorgehaltenen Pistolen die Tresorschlüssel und nahmen am Ende den ganzen Geldschrank mit. Dass die Öffentlichkeit davon erfahren hat, ist einem Bürger zu verdanken, der die RHEINPFALZ am Dienstag informierte. Auf unsere Nachfrage bei der Polizei hieß es, man habe gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft entschieden, aus ermittlungstaktischen Gründen den Vorfall vorerst nicht an die Presse weiterzugeben. Eine merkwürdige Verfahrensweise, die zunehmend häufiger vorkommt. Dass nach den Tätern gefahndet wird, können die sich vielleicht selbst denken. Dazu müssen sie nicht die Zeitung lesen. Und zu meinen, in einem 3700-Einwohner-Ort wie Deidesheim spricht sich solch ein Kriminalfall nicht herum, ist einfach nur naiv. Bliebe vielleicht noch das Argument, man wolle die Bevölkerung nicht verunsichern. Aber genau das Gegenteil wird mit solch einer Öffentlichkeitsarbeit erreicht. Weihnachtliche Lichterketten in der Hintergasse: Darüber wird seit vielen Jahren geredet, getan hat sich nichts. Mangels Geld. Jetzt hat eine Gastronomin die Initiative ergriffen und eine Menge Geld in die Hand genommen, um adventliches Licht in die Gasse zu bringen. Eine schöne Sache, die auch Entwicklungspotenzial hat. Der Neustadter Weihnachtsmarkt als Weihnachtsmarkt in den Höfen – in diesem Sinn ließe sich der Kunigundenmarkt im nächsten Jahr vielleicht in Richtung Altstadt erweitern. Davon abgesehen hat die private Aktion etwas ans Licht gebracht, was wirklich überrascht: Es gibt keine Bestimmungen für das Aufhängen von Weihnachtsbeleuchtung. Der Luftraum über den Straßen ist sozusagen satzungsfrei. Doch keine Angst: Die Gefahr von weihnachtlicher Lichter-Anarchie ist angesichts der Kosten solcher Lichterketten eher gering. „Meine Katze hat gekotzt, ich musste sie baden. Dabei hat sie das Bad unter Wasser gesetzt.“ Sollten Sie sich die Tage einmal verspäten, sagen Sie etwas in der Art. Es ist auf jeden Fall besser als: „Sorry, es hat geregnet.“ Es sei denn, Sie kommen gerade aus der Atacamawüste in Chile. In allen anderen Fällen kommt das Regenargument nicht besonders gut an. Das hat sich diese Woche bei den Bauarbeiten in der Hauptstraße gezeigt. Sie seien nicht fertig geworden, weil es im November an zwei Tagen geregnet hat, teilte die Stadt mit. Da geht’s den Händlern wie der oben beschriebenen Katze, wenn sie das hören. Die zweite Entschuldigung der Verwaltung war auch nicht besser: Die Bürger seien schuld, weil sie auf dem unfertigen Pflaster herumgelaufen seien. Hallo?! Da ist einfach zu spät angefangen und/oder zu langsam gearbeitet worden. Diese Woche wurde nun Druck gemacht, die Kreuzung Hauptstraße/Stangenbrunnengasse/Landschreibereistraße ist jetzt passierbar. Der Weihnachtseinkauf kann beginnen.

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