Neustadt „Wir arbeiten kontinuierlich“

Das Dach der ehemaligen Synagoge ist erneuert, die Fassade gestrichen: Die jetzt noch ausstehenden Arbeiten sollen im Juli abges
Das Dach der ehemaligen Synagoge ist erneuert, die Fassade gestrichen: Die jetzt noch ausstehenden Arbeiten sollen im Juli abgeschlossen sein, meint Benedikt Reber, zuständiger Mitarbeiter bei der Deidesheimer Verbandsgemeindeverwaltung.

Knapp zwei Jahre nach dem Brand der ehemaligen Deidesheimer Synagoge wird die Sanierung abgeschlossen sein. Bürgermeister Manfred Dörr (CDU) und Benedikt Reber, zuständiger Mitarbeiter der Abteilung Natürliche Lebensgrundlagen und Bauen bei der Verbandsgemeindeverwaltung Deidesheim, hoffen, dass die Arbeiten im Juli beendet werden. Geplant sei eine feierliche Wiedereröffnung, deren Termin jedoch noch nicht feststehe, sagt Dörr. Bei der Deidesheimer Weinkerwe im August 2016 brannte das Dach der ehemaligen Synagoge, die seit 1992 der Stadt Deidesheim gehört. Zuerst hatte ein Schuppen auf einem Nachbargrundstück gebrannt, von dort hatten sich die Flammen auf das Dach der früheren Synagoge ausgebreitet. Die Brandursache konnte nie ermittelt werden. Vermutet wird, dass das Feuer eines Grills in einer Ausschankstelle nicht richtig ausgemacht und die glühende Asche vom Wind in den Schuppen geweht wurde. Zerstört wurde der Dachstuhl der Synagoge, aber auch andere Teile des Gebäudes wurden – vor allem durch die Löscharbeiten – beschädigt. Um weitere Beschädigungen des seit 1987 unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes zu vermeiden, wurde das Dach mit einer Folie abgedeckt, die Deckenbalken provisorisch abgestützt und die historische Eingangstür ausgebaut. Die letztlich erfolglose Suche nach der Brandursache, Gespräche mit dem Denkmalamt, Verhandlungen mit der Brandversicherung sowie der erforderliche Bauantrag dauerten einige Zeit. Im Februar wurde mit den Arbeiten zur Behebung der Schäden begonnen. Die Außenarbeiten seien weitgehend abgeschlossen, berichtet Reber auf Anfrage der RHEINPFALZ. Das Dach wurde komplett erneuert und die Außenfassade des Gebäudes frisch gestrichen. Auch die Innenarbeiten seien schon ziemlich weit fortgeschritten. So sei die Unterkonstruktion der abgehängten Decke eingebaut und die durch den Brand in Mitleidenschaft gezogene Heizung wieder in Ordnung gebracht worden. Nun seien die Malerarbeiten im Inneren des Gebäudes an der Reihe. Zuvor seien noch einige Schadstellen am Putz zu beheben. Auch die Stuckleisten an den Wänden sollen wieder angebracht werden. Danach stünden nur noch einige kleinere Arbeiten wie die Überprüfung der Bodensteckdosen, die Erneuerung der Glasüberdachung am Eingang und der Wiedereinbau der Außentür an. Eigentlich sollte die Sanierung im Juni abgeschlossen sein. Aufgrund der guten Auftragslage in der Baubranche hätten sich jedoch einige Arbeiten verzögert, bedauert Reber. Er und der zuständige Architekt Matthias Braun aus Ludwigshafen seien „kontinuierlich dabei die, Arbeiten voranzutreiben“. Zwischen 130.000 und 150.000 Euro werden die Arbeiten nach Angaben von Reber kosten. Alle Angebote der Firmen seien von der Versicherung geprüft und es seien Kostenzusagen erteilt worden. Nicht zahlen werde die Versicherung die Stühle und die Stellwände, die beim Brand in der ehemaligen Synagoge standen und nicht mehr nutzbar sind, berichtet Dörr. Derzeit suche man noch nach einer Möglichkeit, „ob jemand für diese Kosten haftbar gemacht werden kann“, so Dörr. Das sei aber unwahrscheinlich. Das bedeute, dass die Stadt neue Stühle und Stellwände kaufen wird. Die werden benötigt für die kulturellen Veranstaltungen des Freundeskreises ehemalige Deidesheimer Synagoge. Die Stühle und Stellwände könnten allerdings erst 2019 gekauft werden, da erst Geld für die Ausgabe in den Haushalt eingeplant werden muss. „Bis dahin finden wir eine Übergangslösung“, sagt Dörr. Nach Abschluss aller Arbeiten solle es eine „feierliche Wiedereröffnung geben“. Die werde entweder vor oder nach der Weinkerwe sein.

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