Skaterhockey RHEINPFALZ Plus Artikel Wieso die Kirrweiler Knights ihre Heimspiele in Edenkoben austragen

Die Kirrweiler Knights I (Fabian Späth, vorne links, schießt aufs Landauer Tor) spielen mit Ball, die Knights II sowie U14-Junio
Die Kirrweiler Knights I (Fabian Späth, vorne links, schießt aufs Landauer Tor) spielen mit Ball, die Knights II sowie U14-Junioren mit Puck.

Die Kirrweiler Knights haben den Aufstieg in die Zweite Bundesliga verpasst und starten am Wochenende wieder in der Regionalliga Baden-Württemberg. Ihre Heimspiele tragen sie in Edenkoben aus.

Mit einem Auswärtsspiel bei den Blue Arrows Sasbach starten die Kirrweiler Knights am Sonntag, 13.30 Uhr, in die Saison 2024 der Inline-Skaterhockey-Regionalliga Baden-Württemberg. In ihrem erstem Heimspiel empfangen sie am kommenden Mittwoch, 19.30 Uhr, im Pokalwettbewerb die Schwetzingen Huskies, am Sonntag, 28. April, 16 Uhr, in der Meisterschaftsrunde den HC Bräunlingen in der Großsporthalle in Edenkoben.

Die Knights verfügen auf dem Gelände des SV Herta Kirrweiler, dem sie seit sieben Jahren als Abteilung angehören, zwar inzwischen über ein professionelles Spielfeld, müssen aber in diesem Jahr alle Heimspiele in der Edenkobener Halle austragen. „Wir bauen unsere Anlage aus. Insbesondere überdachen wir unser Spielfeld“, informiert Heiko Herdel, stellvertretender Vorsitzender des SV Herta. Das sei eine enorm wichtige Maßnahme, da Inline-Skaterhockey bei Regen nicht gespielt werden könne. „Die Umbaumaßnahmen sind so zeitintensiv, dass wir voraussichtlich auch die nächste Saison in Edenkoben beginnen werden“, ergänzt er.

Eingleisige Regionalliga

Neu ist in diesem Jahr, dass die Regionalliga Baden-Württemberg nicht mehr in zwei Staffeln aufgeteilt, sondern jetzt eingleisig ist. Die beiden Pfälzer Teams aus Kirrweiler und Landau messen sich erneut mit denen aus dem östlichen Nachbarbundesland, da es in Rheinland-Pfalz nicht genug Mannschaften für eine eigene Regionalliga gibt. „Es besteht bei uns noch Nachholbedarf“, sagt Herdel. Die meisten Teams seien in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen beheimatet.

Wegen der Zusammenlegung der bisherigen Staffeln Nord und Süd fielen in diesem Jahr am Saisonende die Play-offs zur Ermittlung des Aufsteigers in die Zweiten Bundesliga weg. In Letzteren waren die Knights im Oktober an Bad Friedrichshall gescheitert. „Wenn unsere damals verletzten und gesperrten Spieler dabei gewesen wären, hätten wir sicher eine gute Chance gehabt, erstmals zweitklassig zu werden“, blickt Herdel zurück. Ein Aufstieg sei vorerst kein Ziel. „Wir wollen zunächst weiter wachsen und unsere Strukturen verbessern.“

In zwei Verbänden

Die Zweite Bundesliga sei bezüglich des Niveaus etwa doppelt so stark wie die Regionalliga. „Dort spielen manche aktive Eishockeyspieler mit, um die Sommerpause zu überbrücken“, weiß der Kirrweilerer. Das Leistungsvermögen der Zweitligisten könne er gut einschätzen, da er mit Sasbach schon selbst in dieser Klasse gespielt habe. „Aus dieser Zeit habe ich bei unserem ersten Gastgeber dieses Jahres noch einige Freunde.“

Die Knights gehören übrigens zwei Verbänden an, da es zwei Skaterhockeyvarianten gibt. „Unsere Erste Mannschaft sowie U19- und U16-Junioren spielen mit einem Ball, unsere Zweite und die U14-Junioren mit einem Puck. Für jede dieser Versionen gibt es einen eigenen Verband“, erklärt Herdel.

Männer und Frauen in einem Team

Im Gegensatz zu anderen Sportarten, in denen die Corona-Pandemie zu einem Verlust an Sportlern geführt habe, sei es im Inline-Skaterhockey anders gewesen. „Unsere Abteilung ist sogar gewachsen. Wir haben zurzeit etwa 100 Sportler, davon 30 Erwachsene sowie 70 Jugendliche und Kinder. Der Jüngste ist erst fünf Jahre alt“, sagt er. Das funktioniere nur, weil viele Eltern bereit seien, sich in der Abteilung zu engagieren. Auch die Zusammenarbeit mit den Fußballern des SV Herta funktioniere sehr gut. „Wir helfen uns immer gegenseitig, falls erforderlich, auch der mit dem TSV Venningen gebildeten Frauenfußballspielgemeinschaft.“

Eine Geschlechtertrennung wie im Fußball gebe es im Skaterhockey übrigens nicht, betont Herdel. „Frauen und Mädchen können jederzeit bei den Jungs mitspielen, was bei uns auch praktiziert wird.“

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