Am Rande der Bande RHEINPFALZ Plus Artikel Wie zwei Vereine die Nachwuchsarbeit der Region prägen

 Kreispokalfinale der D-Junioren: Der 1. FC 23 Hambach siegte gegen die JSG Haßloch.
Kreispokalfinale der D-Junioren: Der 1. FC 23 Hambach siegte gegen die JSG Haßloch.

Mit klarem Fokus auf die Ausbildung der Jugend und nachhaltiger Arbeit setzen Deidesheim und Hambach den neuen Standard im Juniorenfußball der Region.

Der Juniorenfußball in der Region befindet sich nach dem Rückzug des TSV Königsbach aus den höheren Spielklassen vor zwei Jahren wieder im Aufwind. Nachdem die B-Junioren der TSG Deidesheim 2024 in die Landesliga Vorderpfalz aufgestiegen waren, taten es ihnen die A- und C-Junioren in der kürzlich abgelaufenen Saison 2024/2025 gleich. Da auch die B- und D-Junioren des 1. FC 23 Hambach den Aufstieg geschafft haben, stellen Deidesheim und Hambach ab Juli zusammen fünf Landesligisten. In einer Zeit, in der häufig Spielgemeinschaften eingegangen werden.

Kürzlich hatten die Deidesheimer Jugendleiter Dominik Lisson und Sebastian Putsche ebenso wie ihr Hambacher Kollege Marc Rottmayer erneut Grund zur Freude: Drei ihrer Teams gewannen auch noch den Kreispokal. „Unser Ziel ist es, alle Jugendteams in den Landesligen zu etablieren, damit unsere Nachwuchsspieler die sportliche Qualität haben, um als Neuzugänge für unsere Erste Mannschaft geeignet zu sein“, erklärt Dominik Lisson den Hintergrund. Seit der Auflösung des JFV Rhein-Mittelhaardt geht es mit der TSG-Jugend immer weiter aufwärts.

Fußballerische Ausbildung im Vordergrund

Auch der 1. FC 23 Hambach hat das Ziel, zukünftig in allen Junioren-Landesligen vertreten zu sein, allerdings nicht vordergründig, um Nachwuchs für die eigenen aktiven Mannschaften zu rekrutieren. „Wir verfolgen seit 2022 in der Jugendarbeit eine Agenda, deren Inhalt es ist, die fußballerische Ausbildung der Jugendlichen in den Vordergrund zu stellen und mittel- bis langfristig die Jugendmannschaften des 1. FC 23 Hambach in der Landesliga zu etablieren. Bei den in diesem Jahr erzielten Erfolgen handelt es sich um den ersten Schritt dahin. Uns ist bewusst, dass es vielleicht auch Rückschritte geben wird“, erzählt Marc Rottmayer.

Der Verein solle generisch wachsen, die Jugendarbeit solle auf ein solides Fundament gestellt werden. „Bei allen Juniorenmannschaften haben wir wieder mehr Zulauf als Abgänge. Auch schließen sich uns weitere Trainer und Betreuer an, so dass wir die neue Trainingsphilosophie des Deutschen Fußball-Bundes übergreifend in allen Jugendaltersklassen, aber auch in der Aktivität verfolgen“, ergänzt er. Eine Verbindung zur Aktivität bestehe, weil die beiden mit der B-Lizenz ausgestatteten Trainer Mo Attar und Suhat Karakoyun als ehemalige Jugendtrainer inzwischen in der Aktivität aktiv seien.

Spannende Entwicklung in Haßloch

„Wir sind zuversichtlich, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. Die Erfolge mit vier Jugendmeisterschaften und einem Pokalsieg sind nach wie vor für uns etwas Besonderes und kein Mittel zum Zweck. Die Entwicklung der Spieler steht immer noch an erster Stelle“, betont der Hambacher Jugendleiter.

In der Region sind mit der TSG Deidesheim und dem 1. FC 23 Hambach inzwischen eigenständige Vereine im Juniorenfußball führend. Im Gegensatz dazu steht die Entwicklung, dass zunehmend Spielgemeinschaften gegründet werden. Spannend erscheint deshalb, was sich in Haßloch tut, wo die wenig erfolgreiche JSG des 1. FC 08 und VfB aufgelöst worden ist und jeder nun wieder seiner Wege geht.

Man staune! Aufgrund des Abstiegs der C-Junioren der inzwischen aufgelösten JSG Haßloch aus der Landesliga sind nur noch Deidesheimer und Hambacher Mannschaften über der Kreisebene vertreten.

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