Elmstein Wie die Gemeinde Fördergelder des Landes nutzen möchte
Die Verbandsgemeindeverwaltung hatte die Gemeinden aufgefordert mitzuteilen, was sie mit dem Fördergeld machen wollen. In Elmstein hat der Haupt-, Finanz- und Rechtbauholzausschuss am Dienstag entschieden: Ein Teil der Fenster und das Dach des Mehrzweckgebäudes sollen erneuert werden.
2016 zu wenig Fördergelder beantragt
In dem Mehrzweckgebäude, in dem früher die Hauptschule war, befinden sich die kommunale Kindertagesstätte, Räume von Vereinen und die Bücherei. Die Fenster sollten bereits 2016 ausgetauscht werden – damals mit einem Zuschuss aus dem Förderprogramm Kommunales Investitionsprogramm 3.0. Die Bauabteilung der Verbandsgemeindeverwaltung hatte jedoch die Kosten zu niedrig geschätzt und deshalb nicht genug Fördermittel beantragt. So konnte nur ein Teil der Fenster erneuert werden. Zwar wollte die Gemeinde seitdem immer wieder die restlichen Fenster erneuern – es felte aber das Geld.
Anteil für Gemeinde ist noch unklar
Da bisher nicht klar sei, wie viel Geld Elmstein von den 1,9 Millionen Euro bekommt, wisse man nicht, ob der Betrag für neue Fenster und ein neues Dach reichen wird, warnte Erich Pojtinger (SPD). Die Arbeiten würden teuer, auch weil in dem Dach Asbest enthalten ist, dessen Entsorgung viel kostet, sagte Stefan Herter (SWG). Er verwies darauf, dass eigentlich auch Arbeiten an der Außenfassade erforderlich wären. Am sinnvollsten wäre es, das Gebäude abzureißen und einen Neubau zu errichten, fand Herter. Dem stimmten Pojtinger und Bürgermeister Rene Verdaasdonk (SPD) zu. Verdaasdonk, der 2016 Ratsmitglied gewesen war, hatte bereits damals geäußert, dass das Gebäude seine Lebensdauer hinter sich habe. Auch hatte er gesagt, dass der Austausch der Fenster energetisch nicht viel nutzen würde.
Für einen Neubau gäbe es allerdings keinen finanziellen Zuschuss. Daher beschloss der Ausschuss, Elmsteins Anteil aus dem „Regionalen Zukunftsprogramm des Landes“ für den Austausch der Fenster und möglichst auch die Erneuerung des Daches zu verwenden.