Neustadt Werke bleiben bei „betriebssicherem Verfahren“

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Klärschlamm wird in Kirrweiler weiter wie bisher behandelt. Eine Beteiligung am Verfahren der Schlammbearbeitung in der Edenkobener Kläranlage wäre „unwirtschaftlich und „risikobehaftet“, so der Maikammerer Verbandsbürgermeister Karl Schäfer.

Henning Knerr von der Technischen Universität Kaiserslautern hatte in einer Studie untersucht, ob die Klärschlammbehandlung in Kirrweiler in das Faulungskonzept der Kläranlage Edenkoben einbezogen werden könnte. Wie am 25. Januar berichtet, wird in Edenkoben aus Klärschlamm Gas gewonnen und aus dem Faulgas wiederum in Blockheizkraftwerken Strom erzeugt. Eine Beteiligung wäre zwar technisch mit einigen Umbauten in der Kläranlage Kirrweiler möglich. Sie wäre aber mit erheblichen Investitionen verbunden. Laut Schäfer entstünde ein Investitionsbedarf je nach Betriebsweise der Kläranlage Kirrweiler zwischen 350.000 und 1,2 Millionen Euro. Eine Förderung dafür gebe es nicht. Schäfer: „Im Jahr 2012 wurde eine Förderung von Investitionen in unserer Anlage abgelehnt, da wir eine niedrige Entgeltbelastung unserer Bürger haben.“ Zweiter Grund: Die bisherige betriebssichere Verfahrensweise der Anlage in Kirrweiler müsste aufgegeben werden, eine andere Technik wäre erforderlich. Schäfer: „Ob die geänderte Betriebsweise ebenso sicher wie die jetzige Verfahrenstechnik sein wird, kann nicht garantiert werden. Das hat die Diskussion eindeutig bestätigt.“ Und deswegen habe der Werkausschuss eine Umstellung im Betrieb abgelehnt. Hinzu kommt laut dem Verbandsbürgermeister, dass aufgrund der Investitionen und deren Folgekosten eine Wirtschaftlichkeit der Umstellung nicht habe nachgewiesen werden können. Eine Berechnung der Werke habe zu keiner Einsparung, sondern zu Mehrkosten geführt. Eine über Jahrzehnte gewachsene Betriebssicherheit aufzugeben, um dann auf mögliche Einsparungen zu hoffen, die unter Umständen nie eintreten, sei für den Werkausschuss keine Option gewesen. „Wenn die Ablaufwerte der Kläranlage nicht gehalten werden können, haben wir mit der ökologisch sinnvollen Klärgasgewinnung der Umwelt dennoch einen Bärendienst erwiesen. Und eine Nichteinhalten der Ablaufwerte würde die Abwassergebühren belasten“, so Schäfer. Auch täglicher Lkw-Verkehr durch Kirrweiler, um Schlamm nach Edenkoben zu bringen, hätte die Ökobilanz verschlechtert. |ff

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