Neustadt Weniger und dafür gepflegte Rundwanderwege

Die ausgeschilderten Rundwanderwege um Elmstein werden von derzeit 14 auf sieben reduziert. Das haben die Mitglieder des Gemeinderats einstimmig beschlossen. Ebenfalls einstimmig wurde entschieden, dass die Gemeinde das Gebäude des ehemaligen Sägewerks an der Wappenschmiede kauft.
Pia Neumann, Tourismus-Mitarbeiterin der Verbandsgemeindeverwaltung, erläuterte, dass im gesamten Zentrum Pfälzerwald nur noch Wege ausgeschildert werden dürfen, die festgelegten Kriterien entsprechen. Auch müsse die Beschilderung einheitlich sein. Man wolle so die Besucher auf bestimmte Wege lenken. Nach Angaben von Neumann gibt es derzeit 14 Rundwanderwege, davon sechs in Iggelbach, mit einer Gesamtstrecke von etwa 100 Kilometern, für die die Gemeinde zuständig ist. Dazu kommen noch 17 Wanderwege, um die sich der Pfälzerwald-Verein kümmert. Viele der Wege der Gemeinde seien in einem schlechten Zustand, sagte Bürgermeister Stefan Herter (SWG). „Da braucht man teils Bergsteigerausrüstung“, so Herter. Die Wege, die zertifiziert und damit auch weiterhin ausgeschildert werden, sollen gepflegt werden. Um den Hauptort Elmstein wird es noch zwei Rundwanderwege geben, die miteinander verbunden sind, so dass man sie auch als eine Strecke ablaufen kann. Von den sechs Rundwanderwegen um Iggelbach sollen drei weiterhin ausgeschildert werden. Um Speyerbrunn soll ein neuer Rundwanderweg entstehen. Außerdem wird der Premium-Wanderweg Kuckuckspfad auf einer Strecke von 28 Kilometern um die gesamte Gemeinde herumführen. Insgesamt werden die ausgeschilderten Wanderwege zukünftig über eine Strecke von 60 Kilometern verlaufen. Auch auf den anderen Wegen könne man weiterhin wandern, doch würden sie nicht mehr gepflegt, erläuterte Herter. Jürgen Ruf (SPD) kritisierte, dass die von Neumann ausgearbeiteten Routen den Ratsmitgliedern nicht vor der Ratssitzung vorgelegt worden seien und machte einige Änderungsvorschläge. Kleinigkeiten könnten noch geändert werden, sagte Herter. Die Gemeinde wird das Gebäude des ehemaligen Sägewerks kaufen. Finanziert wird der Kauf vom Förderverein historische Wappenschmiede. Die Gemeinde wird die Notarkosten und die Grunderwerbssteuer von zusammen 1500 bis 2000 Euro zahlen. Diesem Vorschlag von Herter stimmten die Ratsmitglieder zu. Herter berichtete, dass der Förderverein für den Kauf des Sägewerks großzügige Spenden bekommen habe. Der Verein möchte jedoch, dass das Gebäude in den Besitz der Gemeinde übergehe. Die Wappenschmiede gehört ebenfalls der Gemeinde. Damit sei gesichert, dass beide historische Einrichtungen in öffentlichem Besitz sind. Rene Verdaasdonk (SPD) gab zu bedenken, dass die Gemeinde für den Unterhalt des Gebäudes aufkommen müsse, wenn der Verein irgendwann dazu nicht mehr in der Lage sei. Auch dann sei das Gebäude noch ein Gewinn für die Gemeinde, so Herter. Sonst bestehe die Gefahr, dass es irgendwann einem privaten Besitzer gehöre, der keinen Zugang mehr ermögliche, so der Beigeordnete Michael Speiger (SWG). (ann)