Neustadt Weindörfer wollen Weigel

Einmal über 70 Prozent, viermal über 60 Prozent, dreimal fast 60 Prozent und nur einmal knapp über 50 Prozent: FWG-Kandidat Marc Weigel hat bei der Wahl des Oberbürgermeisters ganz klar in den neun Neustadter Weindörfern gepunktet. Nicht ganz so gut, aber ebenso eindeutig schnitt er in der Kernstadt ab.
Während das FWG-geprägte Duttweiler dabei im Reigen der Weindorf-Ergebnisse keine Überraschung bot, dürfte vor allem das eher CDU-bestimmte Geinsheim für einen kleinen Paukenschlag gesorgt haben. Doch auch die Wähler in Mußbach und Diedesfeld gaben eindeutig Weigel und nicht dem CDU-Bewerber Ingo Röthlingshöfer den Vorzug. Nur Königsbach scherte ein wenig aus, wobei die dort von Weigel erzielten 52,9 Prozent trotzdem den allgemeinen Trend in den Neustadter Ortsteilen widerspiegelten. Die verbliebenen Stimmenanteile gingen in den Weindörfern eher an Röthlingshöfer denn an den SPD-Bewerber Pascal Bender, auch in Benders Wohnort Hambach. In Königsbach und Geinsheim lagen die beiden Kandidaten dabei besonders weit auseinander. In den Wahlbezirken der Kernstadt fuhr FWG-Mann Weigel ein etwas schlechteres Ergebnis ein, vorneweg im Böbig mit dem einzigen Resultat knapp unter 50 Prozent. Davon profitierten sowohl Bender als auch Röthlingshöfer. Die größten Unterschiede zwischen dem CDU- und dem SPD-Kandidaten lagen mit Blick auf die Kernstadt im Schöntal und der Vorstadt, wo Bender jeweils rund fünf Prozentpunkte vor Röthlingshöfer lag. Dieser wiederum holte im Böbig und in der Oststadt vergleichsweise viele Stimmen. Traditionell war die Wahlbeteiligung in den Weindörfern höher als in der Kernstadt. Insgesamt betrug sie 75 Prozent, was ein gutes Ergebnis ist.