Neustadt Weinberge: Nur noch Biowinzer als Pächter?

Nach Auffassung der Grünen arbeiten Biobetriebe ökologischer und klimafreundlicher.
Nach Auffassung der Grünen arbeiten Biobetriebe ökologischer und klimafreundlicher.

Weinbergsflächen, die im Besitz der Stadt Neustadt sind und auf Haardter Gemarkung liegen, sollen in Zukunft nach Möglichkeit nur noch an biozertifizierte Betriebe oder Betriebe in Umstellung verpachtet werden. Das fordern die Grünen im Haardter Ortsbeirat. Biozertifizierte Betriebe oder Betriebe in Umstellung würden umweltschonender arbeiten als konventionelle Betriebe, das sei auch ein Beitrag zum Klimaschutz, begründete Richard Racs (Grüne) am Mittwochabend in der Beiratssitzung den Antrag. Jan Klohr (CDU), der Winzer ist, verwies darauf, dass zwischen ökologisch und Klimaschutz unterschieden werden müsse. Doch sowohl bei der Ökologie wie beim Klimaschutz seien Biowinzer nicht besser als andere, betonten Jan Klohr und Roger Klohr (CDU), der ebenfalls Winzer ist. Wie Roger Klohr erklärte, spritzten Biowinzer Kupfer. Das fließe in den Boden, der dadurch so belastet werde, dass er als Sondermüll gelte. Auch das Wasser, das aus diesen Weinbergen, etwa in den Kanal oder in Regenüberlaufbecken fließe, sei stark kupferhaltig. Ab einem bestimmten Grenzwert sei Kupfer schädlich für Menschen. Wie Klohr weiter erklärte, müssten Biowinzer etwa doppelt so oft spritzen wie konventionelle Winzer. Das führe dazu, dass bei Bio-Betrieben der Ausstoß von Kohlenstoffdioxid höher sei als bei konventionellen. Racs entgegnete, er habe im Internet gelesen, dass Bio-Betriebe klimafreundlicher seien. Für den Antrag stimmten schließlich nur die Grünen, fünf Mitglieder des Ortsbeirats stimmten dagegen, drei enthielten sich.

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