Neustadt Weg verbindet Bewegungsinseln
Bald könnte es, ähnlich wie in der Kampagne „Deutschland bewegt sich“ auch „Deidesheim bewegt sich“ heißen. Das hat Gründe: Beim Freiwilligentag der Metropolregion Rhein-Neckar „Wir-schaffen-was“ haben am Samstag einige engagierte Bürger auf Initiative der Stadt und der Tourist Service GmbH eine „Familienrunde“ beschildert.
Die Runde verbindet die drei „Bewegungsinseln“ Alla-Hopp-Anlage, den Spielplatz am Caritas-Altenzentrum und den Erlebnisgarten. Dafür hat die Stadt mit Unterstützung von Sponsoren 1400 Euro investiert. Herbert Latz-Weber und Willi Leim stehen auf der Leiter. Die erste Beschilderung mit dem neuen Logo der „Alla-Hopp-Familienrunde“, das der Niederkirchener Grafiker Dirk Klein in Anlehnung an die Städtevereinigung Cittaslow mit einer Schnecke entworfen hat, haben die beiden engagierten Mitstreiter in ihren blauen „Freiwilligen-Shirts“ an der Einmündung zum Spielplatz am Caritas-Altenzentrum angebracht. Es fehlt noch der Hinweis auf den Erlebnisgarten, erinnert sie Stefan Wemhoener, der Geschäftsführer der Tourist Service GmbH. Franz Weber blättert im Handbuch für die Beschilderung, denn dort hat man auch jede einzelne Tafel aufgeführt, um den Überblick im „Schilderwald“ zu bewahren. Er gehört ebenfalls zum neunköpfigen Team um Stadtbürgermeister Manfred Dörr sowie den Beigeordneten Bernhard Oberhettinger und Renate Klingelmann, die sich am frühen Morgen mit ihrem Werkzeug an der Alla-Hopp-Anlage einfanden, um erstmalig den knapp einen Kilometer langen Rundweg auszuschildern. Bürgerschaftliches Engagement sind für Franz Weber, Heinz Klingelmann, Dirk Klein und Willi Leim, die im Gegensatz zu ihren Kollegen kein politisches Amt in der Stadt innehaben, kein Fremdwort. Sie sind ebenso mit großem Eifer dabei. Knapp 60 Schilder aus Alu-Dibond, die Dirk Klein mit seinem Unternehmen Eldorado entworfen hat und anfertigen ließ, warten auf ihren neuen Platz. Das „Schilder-Team“ wechselt immer wieder seine Stationen. Die größte Tafel mit der Wegbeschreibung und den jeweiligen Stationen befestigen Heinz Klingelmann und Franz Weber direkt am Café Central gegenüber dem Geißbockbrunnen. Das Team kommt ins Gespräch und man sucht gleichzeitig bei dem Rundgang nach weiteren Verbesserungen. So manche Schilder sind auch in die Jahre gekommen und nicht mehr aktuell. Das Ziel sei es, auch mit dieser neuen Runde, die verschiedenen Generationen in die Stadt zu führen, sagt Stefan Wemhoener. Davon könnte auch die Gastronomie am Stadtplatz profitieren, wo Cafés, ein Eiscafé und Restaurants mit der Möglichkeit zum Genießen im Freien einladen. Auch wenn der Rundweg den Namen „Familienrundweg“ trägt, will Stadtbürgermeister Manfred Dörr dies nicht ganz so wörtlich nehmen. „Es ist ein Weg für alle Generationen“, betont er. Denn die Alla-Hopp-Anlage wie auch der Platz am Caritas-Altenzentrum bieten auch Bewegungsmöglichkeiten für Senioren. Dazu ist der Rundweg barrierefrei. Da kann es nur heißen, nicht nur „Deutschland bewegt sich“, sondern auch „Deidesheim bewegt sich... “ |wij