Neustadt Wasserbedarf in der Zisterne gedeckt

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69 Feuerwehrleute in Aktion, 15 Einsatzfahrzeuge und zwei „gerettete Personen“ – das ist die Bilanz einer Großübung der Freiwilligen Feuerwehr der Verbandsgemeinde Deidesheim vom Montagabend.

Gegen 19.04 Uhr geht der Alarm ein, und es dauert nur wenige Minuten, ehe die ersten Einsatzfahrzeuge auf dem Gelände der Firma Landmaschinen Fischer in Niederkirchen eintreffen. Innerhalb kürzester Zeit ist ein für den Laien nicht durchschaubares Netz aus verschiedenen Lösch- schläuchen verlegt, die eine umge- hende und effektive Brandbekämp- fung gewährleisten sollen. Alles läuft zügig, aber ohne Hektik ab und wirkt dabei gut koordiniert. Wirklich brennen wird natürlich auf dem Gelände nichts, doch man geht vom Szenario eines Vollbrandes in der Betriebshalle aus, wo unter anderem Traktoren stehen beziehungsweise Schmiermittel und Öle gelagert werden. Zudem geht man von zwei Vermissten aus. Erschwert wird die Ausgangslage durch die Tatsache, dass die Wehr mit zwei Werfern versuchen muss, das Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude zu verhindern. „Unsere Werfer benötigen dazu enorm viel Wasser. Dieses müssen wir aus der 800 Meter entfernten Zisterne des Neubaugebietes holen, denn dort stehen 100 Kubikmeter für einen solchen Fall zur Verfügung“, schildert Wehrleiter Torsten Ritzmann die Simulation unter erschwerten Bedingungen. Hierzu müssen die Einsatzmannschaften eine Schlauchverbindung von besagter Zisterne über die Landesstraße 527 zum Brandherd verlegen. Im mittlerweile völlig vernebelten Lager müssten im Ernstfall die Ein- satzkräfte mit Schaum den angenommenen Brand der Schmierstoffe und Öle bekämpfen. „Insofern besitzt unsere Übung ein Alleinstellungsmerkmal, denn eine solche Gelegenheit hat man sehr selten“, unterstreicht Ritzmann und fügt hinzu: „Die Geschäftsleitung der Firma Fischer Landmaschinen hat uns zum zweiten Mal so etwas ermöglicht.“ Mittlerweile ist ein Feuerwehrtrupp mit Atemschutzausrüstung in die Halle vorgedrungen. Nachdem es diesem gelungen ist, vor Ort die Oberlichter zu öffnen, kommt ein Lüfter zum Einsatz, der Frischluft in die Halle bläst, die den Rauch, beziehungsweise Nebel, durch die Dachöffnungen entweichen lässt. „Ganz wichtig für die Einsatzkräfte, die sich in der Halle befinden, denn die Sichtverhältnisse werden binnen kürzester Zeit besser“, erklärt ein für die Koordination zuständiger Wehrleiter. So gelingt es dem Trupp, beobachtet von Verbandsbürgermeister Peter Lubenau, den ersten „Vermissten“, eine blaue Stoffpuppe, zu bergen. Auch die Teams auf den beiden Drehleitern, die mit Wasserwerfern das Feuer im Dachbereich der Halle bekämpfen sollen, sind einsatzbereit und spritzen das Löschwasser mit acht bis zehn Bar über die Zielfläche. „Hierbei soll eine sogenannte Riegelstellung das Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude ver- hindern“, erläutert Ritzmann. Zudem seien weitere fünf Löscheinheiten im Einsatz, um den Brand schnellstmöglich unter Kontrolle zu bringen. Kreisfeuerwehrinspekteur Michael Müller fand abschließend gegen 21 Uhr lobende Worte für das Einsatzteam. Die Feuerwehr der Verbandsgemeinde sei „auf hohem Niveau unterwegs“. Auch Einsatzleiter Ritzmann war mit dem Ablauf zufrieden.

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