Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Wasserball-Zweitligist SC Neustadt erwartet WSV Ludwigshafen

WSV-Wasserballer Benedikt Hummel spielt am Samstag gegen seinen Bruder Hendrik, der für Neustadt antritt. Foto: KUNZ
WSV-Wasserballer Benedikt Hummel spielt am Samstag gegen seinen Bruder Hendrik, der für Neustadt antritt.

Neustadt. In jedem Derby steckt ordentlich Zunder. Bei den Begegnungen zwischen den Wasserball-Zweitligisten SC Neustadt und Vorwärts Ludwigshafen geht es allerdings um weit mehr als das übliche Platzhirsch-Verhalten. Schließlich spielen mit Fabian Härtel, Oliver und Martin Görge sowie Benedikt Hummel gleich vier Spieler bei Vorwärts, die vorher beim SCN für Tore gesorgt haben. Am Samstag um 18 Uhr kommt es im Stadionbad zum dritten Duell in dieser Saison. Zweimal hatte Neustadt die Nase vorn. Neben einem 9:8-Zweitliga-Sieg Anfang Februar in Ludwigshafen gab es noch einen 9:5-Heimerfolg in der zweiten Runde um den süddeutschen Pokal.

Dank des Auswärtssiegs in der Ligarunde liegt der SCN momentan vor Ludwigshafen auf Tabellenrang drei. Eigentlich ein unbedeutender Platz, denn nur die beiden Tabellenersten kommen ins Aufstiegsturnier zur Bundesliga. Doch für das Prestige werden beide Teams am Samstag alles geben, um die Saison auf einem „Medaillenrang“ zu beenden.

Benedikt Hummel hat bislang 18-mal getroffen

Auf der Centerposition will der 20-jährige Benedikt Hummel weitere Treffer zu seinen bislang 18 Toren beisteuern, um seinem Verein Vorwärts zu Platz drei zu verhelfen. Es ist eine pikante Situation für Hummel. Seine beiden Brüder spielen beim SCN: Bruder Hendrik ist im Kader als zweiter Tormann und hat bereits einige starke Partien in der Zweiten Liga absolviert. Benedikt studiert in Bingen Versorgungstechnik und verbringt die Wochenenden zu Hause in Maikammer. So kann er freitags in Ludwigshafen trainieren, mittwochs reist er aus Bingen zum Training an. „Es ist für uns das wichtigste Spiel der Saison. Der dritte Platz ist unser Saisonziel“, verrät er. Hummel hat eine klare Rechnung aufgemacht: „Wir brauchen ein Remis, dann sind wir vorne. Aber natürlich wollen wir auch gewinnen.“

Dass der SC Neustadt zunächst mit einigen Niederlagen in die Saison gestartet war, hat ihn verwundert. „Schließlich sind doch einige Spieler im Team, die in der Ersten Liga gespielt haben. Aber im Saisonverlauf hat sich der SCN gefangen“, sagt er.

Die Vorbereitung bei Vorwärts verlaufe indes, trotz der Bedeutung der Partie, völlig normal. Es sei nicht gut, das Spiel zu stark zu bewerten, dann werde der Druck zu hoch. Daher gebe es jetzt das normale Programm, so Hummel.

SCN-Coach Golubic gibt seine Taktik nicht preis

SCN-Trainer Davorin Golubic kann auf sein stärkstes Team zurückgreifen. Die Jugendspieler haben ihre Saison bis auf die U16-Runde abgeschlossen und stehen zur Verfügung. „Die Männer sind heiß auf die Partie. Stefan Ehrenklau hat mir schon vor zwei Wochen signalisiert, dass er dabei ist“, freut sich Golubic über den Einsatz des Oldies. Er hält sich aber absolut bedeckt, welche Taktik er fahren wird. „Wir kennen uns alle gut. Aber wenn wir ins Becken steigen, gilt die Devise, dass die Freundschaft ruht“, sagt er. Geheimnisvoll deutet er an, dass er einige Überraschungen ausprobieren wird. Schließlich habe der SCN einige Jahre nicht in der gleichen Liga wie Vorwärts gespielt. Das Spiel werde zum Publikumsmagneten, hofft er. „Würde Wasserball-Primus Spandau Berlin bei uns spielen, kämen nicht so viele Zuschauer wie jetzt gegen Ludwigshafen“, ist sich der Neustadter Coach sicher.

So spielen sie

SCN: Ulrich, Hummel – Ehrenklau, Kuhn, Weigert, Nachev, Mongrell, Freiberger, Schädler, Vagts, Bauer, Lukas Schwarzkopf, Held.

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