Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Wasserball: Trainer des Zweitligisten SC Neustadt nach Pokalspiel erleichtert

Thorsten Preuß
Thorsten Preuß

Thorsten Preuß, neuer Trainer des Wasserball-Zweitligisten SC Neustadt, hat einen gelungenen Einstieg mit seinem neu formierten Team hingelegt: Der SCN siegte im Pokalspiel beim West-Zweitligisten SG Essen mit 26:9 (7:2, 6:2, 6:3, 7:2):

Der SCN trifft nun in der zweiten Runde um den DSV-Pokal am 5. November im Stadionbad auf Erstligist SV Krefeld. Neustadt war im Sommer mit einem jungen Team unter Trainer Davorin Golubic aus der Ersten Liga abgestiegen. Mit Exnationalspieler Timo van der Bosch, Kai Stubenvoll und Tim Hornuf waren in Essen drei der vier Neuzugänge dabei. Im Telefonat nach dem Spiel zeigte Preuß seine Emotionen.

Herr Preuß, Sie haben sich eben so fröhlich am Telefon gemeldet. Ist Ihnen ein Stein vom Herzen gefallen?
Ja, man ist schon erleichtert. Es war ein schönes, wunderbares Spiel für den Anfang. Wir hatten großen Respekt vor dem Gegner. Im Schwimmbad studierten wir die Essener beim Einspielen. Sie schossen gut aufs Tor, wirkten kompakt. Aber der Spielverlauf war dann für uns, dass wir nie gefährdet waren. Wir hatten kein schwaches Viertel, keine Durchhänger, vielleicht ein paar individuelle Fehler, aber trotz Trainingsrückstands keine konditionellen Schwächen.

Was lief denn besonders gut im SCN-Team?
Unsere erste „Sieben“ mit Hornuf, van der Bosch, Luis Ananias, Benedikt Hummel, Xaver Schädler und Kapitän Matthias Held harmonierte so gut, als hätte sie schon immer in dieser Formation zusammen gespielt. Und unser Tormann Hendrik Hummel hat einige gute Chancen von Essen verhindert. Auch als wir im letzten Viertel den U18-Keeper Kristof Meszaros eingewechselt haben, zeigte er sein Können. An die beiden Keeper geht ein extra Lob. Wir wechselten auch alle Spieler ein. Es gab bei uns keinen Bruch, auch wenn die neuen Spieler von der Bank kamen.

Noch ein Wort zu den Neuen im Team. Wie sind sie integriert?
Es ist, als wären sie schon immer dabei gewesen. Die Mannschaft ist in der kurzen Zeit zu einem echten Team zusammengewachsen. Ich hatte ihnen für das Spiel viele Freiheiten gelassen. Nur die Positionen standen fest. Sie haben im Wasser gut kommuniziert. Wir standen draußen nach dem Spiel noch lange zusammen, die Jungs wollten gar nicht gleich ins Auto steigen. Und am Abend wollten noch einige Spieler, auch mit den Neuen, etwas unternehmen.

In der aktuellen Energiespar-Situation auch in andere Bäder zu kommen, kann interessant sein. In Neustadt trainieren Sie bei 23 Grad Wassertemperatur. Wie warm war das Wasser in Essen?
Da waren es zwei Grad mehr, die Spieler haben geflachst, weil es so angenehm warm war. Diesen Unterschied merkt man natürlich. Matthias hat gescherzt, er nimmt einen Liter mit nach Hause. Nach dem Spiel wollten sie gar nicht aus dem Wasser. Aber die Gegner müssen in der Zweiten Liga ja auch alle zu uns kommen. Wir haben den Vorteil, dass wir unser Wasser gewöhnt sind. Das kann im letzten Viertel schon positiv sein, wenn es auf die letzten Kräfte ankommt. Interview: Heike Klein

So spielten sie

SCN: Hendrik Hummel, Meszaros – Hornuf (7 Tore), van der Bosch (7), Stubenvoll (1), Beck, Hrvic (2), Vagts (2), Grüne, Luis Ananias (2), Schädler (1), Benedikt Hummel, Held (4). kle

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