Neustadt Was würde Jesus tun?

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„Jesusnight“ statt Hexennacht: Zum zwölften Mal lockten christliche Bands und ein buntes Rahmenprogramm aus Spiel und Spaß Jugendliche und junge Erwachsene ab zwölf Jahren aus der ganzen Vorderpfalz in den Skatepark Haßloch. Viele gehören kirchlichen Gruppen an, aber auch nicht gemeindezugehörige junge Leute sind unter den erwarteten 2500 bis 3000 Besuchern. Die Zahlen sind vom Veranstalter geschätzt, denn der Eintritt ist frei, und somit wird keine Statistik geführt. Die Veranstalter wollen laut Mitorganisator Ingo Stöver vom CVJM Haßloch den jungen Besuchern in dieser Nacht vor allem eines vermitteln: „Gott als jemanden zu sehen, zu dem man eine Beziehung aufbauen kann“, „Gott als Vater, Jesus als Bruder“ zu erfahren. Das Wort „missionarisch“ hört Stöver in diesem Zusammenhang aber nicht gerne, denn dieses beinhaltet für ihn einen gewissen Zwang. Es sei vielmehr so: „Wir erzählen einfach aus unserem Leben und was uns wichtig ist.“ Denn schließlich stelle sich jeder Mensch die Frage, „Wo komme ich her, was hat mein Leben für einen Sinn?“. Bunte Armbändchen mit der Aufschrift „WWJD“ – eine Abkürzung für What would Jesus do?, zu Deutsch: Was würde Jesus tun? sind heute Abend der Renner am Stand von Ulrich Holl. Der Inhaber der christlichen Alpha-Buchhandlung aus Mannheim hat für die Jesusnight nicht nur Bücher und CDs, sondern darüber hinaus vieles eingepackt, was Jugendlichen Spaß macht. Zum Beispiel auch rosa Söckchen mit der Aufschrift „Jesus loves you“. Die meisten jungen Leute auf dem Gelände – ob einer der rund 200 Helfer oder Besucher – sind bereits in der christlichen Jugendarbeit engagiert, beispielsweise bei den Pfadfindern oder beim CVJM. Während ein paar Jugendliche sich auf der bunten Hüpfburg amüsieren, immer wieder in die Höhe springen, wo sie hoch droben mit ihrem Spezialanzug an Klettbändern „kleben“ bleiben, macht Lukas Piekenbrock am Stand nebenan Werbung für „Jump and Praise“, seinen Worten zufolge „ein Festival mit christlichem Hintergrund und christlichen Werten für alle“ in Kaiserslautern. Bei einer der vorigen Jesusnights habe er hier in Haßloch rund 100 Anmeldungen für das Festival zusammenbekommen, blickt der junge Christ zurück. Am Pommes-Stand ein paar Schritte weiter ist Stephanie Grüner aus Haßloch zum dritten Mal für die jungen Leute im Einsatz. „Kontakt zu Menschen, nette Kollegen, christlicher Hintergrund“, diese drei Stichworte nennt sie auf die Frage nach ihrer Motivation, während sie die Fritteuse bedient. Ob sie nun Englisch oder Deutsch singen: Auch den vier Bands des Abends ist der christliche Hintergrund ihrer Musik wichtig. „Wir teilen unsere Geschichte, die von unserem Glauben an Gott geprägt ist“, sagen zum Beispiel die „Verylives“ aus Mainz. Zahlreiche Helfer aus der Pfalz und Baden haben wie jedes Jahr im Vorfeld dafür gesorgt, dass die Großveranstaltung im Haßlocher Industriegebiet reibungslos ablaufen kann. Laut Stöver begannen die vorbereitenden Arbeiten am Dienstagabend. Im Skatepark mussten Rampen ab- und die große Audioanlage mit Bühne aufgebaut werden. Der Aufbau des Außenbereichs folgte am Mittwochabend. Die Jesusnight wird von vielen Privatpersonen, christlichen Jugendverbänden, protestantischen Kirchengemeinden, Freikirchen und Gemeinschaftsverbänden getragen. Laut Organisator Hendrik Stein kostet die Nacht rund 19.000 Euro. Sie wird seinen Worten zufolge mit bis zu 1800 Euro bezuschusst vom Landesjugendamt des Landes Rheinland-Pfalz und mit derzeit zugesagten 1500 und erhofften 3000 Euro vom Landesjugendpfarramt der Protestantischen Kirche der Pfalz. Der Rest werde über den Verkauf von Speisen und Getränken und durch Spenden finanziert, so Stein. In den letzten Jahren habe sich die Jesusnight immer finanziell getragen, ergänzte er. Veranstalter und rechtlicher Träger der Nacht ist der CVJM Haßloch.

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