Neustadt Was können Hausbesitzer in Sachen Klimaschutz tun?
„Viele Menschen sind beim Blick auf ihre Gebäude einfach verunsichert“, weiß Andreas Manuel von der Stabsstelle Klimaschutz, Klimaanpassung und nachhaltige Entwicklung. Da gibt es Ärger über vermeintliche Vorgaben wie beim Heizungsgesetz, dann wieder viele Fragen rund um Fördermöglichkeiten, damit man die Kosten abfedern kann. „Zugleich wissen viele: Investitionen ins Haus lohnen sich, weil der Wohnkomfort angesichts des Klimawandels dann steigt“, ergänzt Marcel Schwill, der Leiter der Stabsstelle. Kurzum: Viele Bürger interessieren sich fürs Thema und haben doch auch ganz viele Fragen.
Daher können über die Stadt nun zwei Broschüren bezogen werden, die Hausbesitzer ganz konkret an die Hand nehmen und ihnen praktische Tipps vermitteln. Dabei geht es zum einen um Photovoltaik auf Kulturdenkmälern und zum anderen um „Klimaschutz bei der Gebäudeplanung bedeutet Lebensqualität“. Beide Werke sind nicht in Neustadt entstanden. Die Stadt greift dabei auf die Arbeit der Energieagentur Rheinland-Pfalz und der Generaldirektion Kulturelles Erbe zurück. Die Broschüren seien aber ergänzt worden um konkrete Hinweise zu Ansprechpartnern in Neustadt.
Rechtliche Vorgaben werden erläutert
Die Stabsstelle hofft insbesondere beim langjährigen Reizthema Photovoltaikanlagen (PV) für denkmalgeschützte Gebäude auf große Nachfrage. Bisher gebe es das Vorurteil, dass solche Projekte immer abgelehnt würden. Aber der Blick in die Zahlen zeigt laut Schwill: „Unsere Denkmalschutzbehörde hat die meisten Anliegen positiv beschieden.“ Manuel betont, dass alles mit Neustadts Denkmalschützer Stefan Ulrich abgestimmt sei. Die Broschüre sei hilfreich, da sie Hausbesitzern konkret aufzeige, welche Dachflächen sich für PV eignen und wie man sie mit Blick auf die rechtlichen Vorgaben umsetzen könne.
Die Themen Klimaschutz und Klimaanpassung werden laut Manuel in der Broschüre der Energieagentur „komplett abgedeckt“. Auch hier würden ganz konkret Einzelbeispiele beschrieben – sowohl für Neubauten als auch für schon bestehende Häuser. „Die Broschüre hilft, weil man genau erklärt bekommt, wie man Projekte wie PV, Wärmepumpe oder einen grünen Vorgarten umsetzen kann“, sagt Schwill. Zudem werde auf die verschiedenen Fördertöpfe bei Bund, Land und Kommune hingewiesen. Umweltdezernentin Waltraud Blarr weiß: „Bei Neubauten wird der Klimaschutz in der Regel mitgedacht, doch gerade bei Altbauten haben wir einen hohen Beratungsbedarf.“ Manuel hat deshalb noch einen Tipp: Viele der Empfehlungen aus den Broschüren könnten sich Bürger über die Kipki-Förderung der Stadt bezuschussen lassen.
Info
Die Broschüre gibt es im Bauberatungszentrum der Stadt in der Amalienstraße und bald auch online zum Download unter www.neustadt.eu. Dort wird auch über das Thema Kipki-Förderung informiert.