Neustadt Was Jugendlichen von der Politik wollen
Einmal im Jahr treffen sich Vertreter des SPD-Ortsvereins mit Schülervertretern, um sich gemeinsam auszutauschen und Themen anzusprechen, die in den Augen der Jugendlichen angepackt werden sollten. Laut einer Mitteilung der SPD ging es intensiv um die Infrastruktur an Schulen. „Ein Klassiker sind die Schultoiletten“, so Stadtratsmitglied Andreas Böhringer. Am Käthe-Kollwitz-Gymnasium sei mit der Sanierung begonnen worden, die Fertigstellung verzögere sich nun aber. Am Leibniz-Gymnasium stehe der Startschuss für die Sanierung noch aus. Außerdem hätten die Schülerinnen und Schüler auf marode Fenster und schlechte Heizungen hingewiesen.
Ein Lob gab es der SPD zufolge von den Jugendlichen für die Bemühungen der Stadt, die Digitalausstattung der Schulen zu verbessern. Unklar sei lediglich, warum das WLan für die Schülerschaft in der Berufsbildenden Schule nicht mehr aktiv sei, so eine Schülerin. Angeregt wurde, nun auch die Lehrer im Umgang mit den digitalen Medien zu schulen.
„Hier sollte mal geblitzt werden“
Ausführlich wurde über die Attraktivität des Busverkehrs und des Fahrradverkehrs in Neustadt gesprochen. Als positives Beispiel nannten die Jugendlichen Aufstellflächen für Fahrräder an Ampeln – zum Beispiel in der Konrad-Adenauer-Straße. Solche Flächen sollten an jeder Ampel eingerichtet werden, meinten die Schülerinnen und Schüler. Vor allem aber forderten sie mehr Fahrradwege und eine höhere Sicherheit auf dem Schulweg. Kritisiert wurde von den Schülern der Autoverkehr auf der Landwehrstraße: „Hier sollte mal geblitzt werden, hier wird viel zu schnell gefahren“, hieß es. Ähnliches gelte für die Straße nach Lachen-Speyerdorf über die Autobahnbrücke, wo auch zu oft zu schnell zu gefahren werde. Die Jugendlichen äußerten zudem eine Wunsch: eine Wand für Sprayerinnen und Sprayer.
Neben den Vertretern der Schülerschaft war die Engagierte Jugend Neustadt (EJN) eingeladen, die ihre Arbeit im selbstverwalteten Jugendzentrum vorstellte und weitere Anregungen einbrachte, so die SPD.