Kaiserslautern Was Firmen über Geschäfte mit US-Regierung wissen müssen
In der Westpfalz sind die USA stark vertreten. Zum einen wegen der Stationierungsstreitkräfte, zum anderen, weil große Unternehmen in der Region zu einem US-Konzern gehören, sei es nun Borg Warner in Kirchheimbolanden, John Deere in Zweibrücken und Kaiserslautern oder HB Fuller in Pirmasens. Darüber hinaus gibt es US-amerikanische Subunternehmer, die für das Militär arbeiten und in der Westpfalz viele Arbeitsplätze geschaffen haben. Vierter im Bunde sind die Hochschulen mit ihren wissenschaftlichen Verbindungen.
Für Hans-Günther Clev, Geschäftsführer der Zukunftsregion Westpfalz, hängt das auch mit der Sprachkompetenz in der Region zusammen: Mit der über 70-jährigen US-Militärpräsenz gehe auch eine „gewisse Englischsprachigkeit“ der Bevölkerung einher, was auch immer wieder beim Rekrutieren von Fachkräften helfe.
Bisher zu wenig Angebote
Die jüngste Aktion der ZRW bezieht sich indes aufs US-Militär, genau gesagt auf dessen weltweites Beschaffungswesen. Aktuell stünden dafür jährlich 230 Milliarden Dollar bereit, sagt Clev, und deutsche Firmen aus der Region hätten durchaus Chancen, davon zu profitieren. Denn: Auf ihre Ausschreibungen erhielten US-Firmen zu wenig Angebote. Ist es gar nur eines, darf der Auftrag nicht vergeben werden. Damit, so Clev, sei die US-Seite blockiert und hoffe deshalb auf mehr Angebote gerade von kleinen und mittelständischen Unternehmen und dem Handwerk.
Weil es nicht so einfach ist, auf US-Ausschreibungen zu reagieren, will die Zukunftsregion helfen. Gemeinsam mit der Handwerkskammer der Pfalz und der Industrie- und Handelskammer (IHK) für die Pfalz hat sie für den 6. Februar eine erste Infoveranstaltung organisiert. „Es gibt viel Unsicherheit bei den kleinen und mittelständischen Unternehmen, die großen wissen natürlich längst, wie es geht“, beschreibt Clev seine Erfahrungen. Die Anforderungen seien in der Tat anspruchsvoll, in seinen Augen aber eine Riesenchance, um an konjunkturunabhängige Aufträge zu kommen. Es gehe um Dienstleistungen, Reparaturarbeiten, Neubauten und mehr.
Hilfe beim Ausfüllen
Damit die Kleineren auch ein Stück vom Kuchen abbekommen, haben sich ZRW und die Kammern zusammengetan und spendieren den Unternehmen eine kostenlose Informationsveranstaltung „Geschäfte mit der US-Regierung“. Unterstützt werden sie dabei von der Unternehmensberatung B. French Consulting aus Sinsheim. Getagt wird am Donnerstag, 6. Februar, ab 16 Uhr bei der IHK im PRE-Park Kaiserslautern, Europaallee 14. Im Anschluss an den Workshop werden zusätzlich kostenlose individuelle Beratungstermine für den Registrierungsprozess angeboten. Zunächst geht es also um die Frage, wie komme ich ins Geschäft und danach um konkrete Hilfe beim Ausfüllen der Unterlagen.
Internet: https://lmy.de/BcfoO
