Am Rande der Bande RHEINPFALZ Plus Artikel Was 120 Luftballons im Sportzentrum der TSG Haßloch machen

Durch diesen Bogen in Schwarz, Rot und Gold schritten alle Athleten auf dem Weg zur Bühne.
Durch diesen Bogen in Schwarz, Rot und Gold schritten alle Athleten auf dem Weg zur Bühne.

Dass der Wettkampf um den Supercup der Gewichtheberjugend einer deutschen Meisterschaft gleichkommt, hat Ausrichter TSG Haßloch mit Ballons gewürdigt.

Nein, es sind nicht Nenas berühmte 99 Luftballons auf ihrem Weg zum Horizont, die kürzlich zum DGJ-Supercup der deutschen Gewichtheber-Jugend im Sportzentrum der TSG Haßloch zu sehen waren. In Haßloch sind es tatsächlich 120 Luftballons. In den Farben Schwarz, Rot und Gold. Na, ja, eher Gelb.

Aber die Botschaft kommt an: Die deutschen Flaggenfarben ebnen den Weg der Nachwuchsheber vom Aufwärmen im TSG-Kraftraum auf die Bühne in der TSG-Sporthalle, wo die Hantel bereitliegt. Der Supercup ist eine Art deutsche Meisterschaft für Länder-Auswahlmannschaften, auf der sich drei Sportler für die Europameisterschaften qualifizieren.

Bogen aus Ballons

„Es müssten tatsächlich 120 Ballons sein“, überlegt Dennis Eichner, TSG-Abteilungsleiter der Gewichtheber. Je 40 in Schwarz, Rot und Gold. Diese Ballons haben die Haßlocher zwischen Kraftraum und Bühne in einem Bogen angebracht, durch den alle Athleten schreiten müssen auf ihrem Weg auf die Bühne. „Wir haben das auf einem Wettkampf in Frankreich gesehen“, erzählt Eichner, woher die Idee stammt. Die Haßlocher haben sofort Gefallen daran gefunden, haben Ballons in den deutschen Farben im Internet bestellt. „Ein schönes Entrée“, sagt Eichner mit Blick auf den schwarz-rot-goldenen Bogen.

Carmen Eichner und Sarah Eichner, Ehefrau und Tochter des Abteilungsleiters, haben die Ballons aufgepumpt. Mit Hilfe eines Kompressors sei die Luft schnell drin gewesen, sagt Eichner. Und nach dem Wettkampf?

Dankbare Abnehmer

Die TSG richtet die Rheinland-Pfalz-Meisterschaften der Acht- bis 17-Jährigen am 13. Juni aus. Und Rheinland-Pfalz hat ebenfalls Schwarz, Rot und Gold als Landesflaggenfarben. Doch die Ballons bis dahin aufzuheben, wäre wohl kein gute Lösung. Die Luft wäre raus.

Die Haßlocher haben eine weitaus bessere Lösung gefunden, haben mit einer Nadel die Luft fix wieder rausgelassen. Aber eben nicht aus allen Ballons.

„Da waren Kinder aus unserer Kindergruppe da, die beim Abbau geholfen haben“, erzählt Dennis Eichner von dankbaren wie glücklichen Abnehmern. So hätten sie immerhin einen Teil der Ballons unter den Kleinen verteilt. Die Eltern nämlich „waren nicht bereit, über 100 Ballons mitzunehmen“, fügt er lachend hinzu. „Die Kinder schon ...“

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