Direkt gefragt
Warum Fabian Weber immer noch für den VfB Haßloch spielt
Herr Weber, war der Haßlocher Sieg auch in der Höhe verdient?
Ja, der Sieg hätte aus meiner Sicht sogar noch höher ausfallen müssen, wenn wir im letzten Drittel des Spielfeldes den Gegner noch sauberer ausgespielt und vor dessen Tor mehr Kaltschnäuzigkeit bewiesen hätten.
Nachdem der VfB in der vergangenen Saison keine Chance auf den Klassenverbleib hatte und deshalb früh als Absteiger aus der Bezirksliga festgestanden war, hat er zuletzt viermal in Folge gewonnen. Zeigt das, dass das Niveau in der A-Klasse Rhein-Mittelhaardt viel schwächer als das der Bezirksliga Vorderpfalz ist? Oder spielt die Mannschaft inzwischen besser?
Die A-Klasse ist nicht schwach, aber der Unterschied zwischen beiden Klassen ist natürlich spürbar. Nichtsdestotrotz haben wir uns als Mannschaft auch enorm entwickelt. Man merkt, dass wir jetzt das zweite Jahr in dieser Konstellation zusammenspielen. Dadurch haben sich die Abläufe und das Zusammenspiel verbessert.
Sie haben auf den Spitzenreiter FC Lustadt sieben und den Tabellenzweiten FV Berghausen sechs Punkte Rückstand. Können Sie diese noch einholen?
Beide Mannschaften stehen berechtigterweise auf den Tabellenplätzen eins und zwei. Prinzipiell gilt es, vorerst den aktuellen dritten Rang zu verteidigen und Woche für Woche Erfolge zu erzielen.
In den vergangenen zwei Jahren hat fast der komplette Kader, mit dem 2022 der Aufstieg in die Landesliga gelungen war, den VfB Haßloch verlassen. Sie blieben als einer von wenigen Spielern trotz zweier Abstiege nacheinander dem Verein erhalten. Warum?
Ich spiele mittlerweile im elften Jahr für diesen Verein. Ich bin kein Spieler, der einen Verein bei solch einem Umbruch im Stich lässt, da er mir nach so einer langen Zeit extrem ans Herz gewachsen ist. Im Nachhinein bereue ich es auch nicht. Trotz der zwei vergangenen harten Jahren habe ich dank der Mannschaft und den Trainern nie auch nur annäherend die Lust am Fußballspielen verloren. Deswegen werde ich auch in der Saison 2025/2026 die Schuhe wieder für den VfB schnüren.
Interview: Thomas Dill-Korter