Leichtathletik RHEINPFALZ Plus Artikel Vorsitzender Gerd Berlin vom LC Haßloch zur TSG Haßloch

 Alte und neue Vorstandsmitglieder des LC Haßloch nach der Generalversammlung (von links): Hans-Ewald Wegener, Astrid Berlin, Mi
Alte und neue Vorstandsmitglieder des LC Haßloch nach der Generalversammlung (von links): Hans-Ewald Wegener, Astrid Berlin, Michael Stumpp, Victoria Milchin und Gerd Berlin.

In Haßloch gibt es einen pikanten Vereinswechsel. Ein Ereignis richtet der LC nicht mehr aus. Dennoch bleibt der Ex-Vorsitzende noch etwas erhalten.

Die Stabhochsprung-Gruppe im Großdorf zieht um. Mit dem Wechsel vom LC zur TSG Haßloch hat damit auch der bisherige LCH-Vorsitzende eine neue Vereinsumgebung gefunden. Böses Blut habe es aber nicht gegeben, betont Gerd Berlin, „alles ist in aller Ruhe besprochen worden. Und es gibt keine Probleme.“

Bereits bei der letzten Generalversammlung hatte Gerd Berlin angekündigt, sich nach dann acht Jahren an der Spitze des LC Haßloch nicht mehr zur Wahl stellen zu wollen. Vor allem stärkere berufliche Belastungen führte er als Grund an. Drei wichtige Schwerpunkte hätten seine Amtszeit in den letzten Jahren positiv geprägt, so der scheidende Vorsitzende, und verwies zum einen auf die gelungene stärkere Einbindung der integrativen Gruppe um Frank Lieberknecht in den Verein, „das war mir ein echtes Anliegen“. Dass man mit Lars Urich im LC Haßloch einem heute für das LAZ Zweibrücken startenden Stabhochspringer die Basis zum Aufstieg in die deutsche Spitzenklasse ermöglicht habe, hätten viele dem Verein nicht zugetraut. Und schließlich werde man nach dem Wegfall des Badeparks als Austragungsort mit der Kooperation mit dem Holiday Park den Nikolauslauf ab diesem Jahr auf ein ganz neues Niveau heben. Wegen der Konzentration auf diese Veranstaltung und den Brandschäden auf der Galopprennbahn werde es dagegen keinen Osterlauf mehr geben.

Stumpp übernimmt

Nicht in dem gewünschten Maß umsetzen können habe man das Konzept, den eigenen Athleten mehrere sportliche Kompetenzzentren in den Bereichen Lauf, Sprung und Wurf anzubieten, was letztendlich zu seinem Wechsel mit der Stabhochsprung-Gruppe zur TSG Haßloch zusammen mit seiner Frau Astrid geführt habe.

„Natürlich werde ich auch unter dem neuen Vereinsdach Athleten des LC Haßloch ebenso wie die anderer Vereine weiter ausbilden“, so Gerd Berlin, der zeitnah weitere Aktivitäten ankündigt. So wolle man etwa im Rahmen des Osterferienprogramms neue junge Interessenten an die Sportart heranführen, die viele Komponenten der Leichtathletik und des Turnens verbinde und daher eine umfassende Ausbildung im Bereich Schnelligkeit, Kraft und Beweglichkeit erfordere.

Dass seine Entscheidung im LC Haßloch auf Verständnis gestoßen ist, zeigte sich bei der Generalversammlung des Vereins in seiner einstimmigen Wahl zu einem der vier Beisitzer im Vorstand, in dem er damit weiterhin seine Leichtathletik-Expertise einbringen wird. Zu seinem Nachfolger als erster Vorsitzender wurde von der Versammlung sein bisheriger Stellvertreter Michael Stumpp gewählt. „Eigentlich wollte ich mich wegen einer anderen zeitaufwendigen ehrenamtlichen Tätigkeit zurückziehen, aber weil eine angedachte Lösung zur Verjüngung der Vorstandschaft nicht geklappt hat, und ich von anderen Mitgliedern unterstützt werde, habe ich mich zur Übernahme des Amtes bereit erklärt“, so Stumpp. Vor allem die Umsetzung der Pläne zur Neukonzeption des Nikolauslaufes werden in der nächsten Zeit einen Schwerpunkt seiner Arbeit bilden, kündigte er an: „Ich bin sicher, dass wir diese Veranstaltung im und um den Holiday-Park auf ein ganz neues Niveau heben werden und es zu einem richtigen Event für die ganze Familie werden wird.“

Tremmel Stellvertreter

Mit dem bisher als Ausschuss-Mitglied tätigen Joachim Tremmel steht dem neuen Vorsitzenden zukünftig zudem ein erfahrener Stellvertreter zur Seite. Neu in die Vorstandschaft gewählt wurden der Kassenwart Hans-Ewald Wegener als Nachfolger von Astrid Berlin und Victoria Milchin, die den bisher vakanten Posten der Pressewartin übernimmt. In ihren Ämtern bestätigt wurden neben der Schriftführerin Sholeen Kunitz auch Jugendwart Rainer Sölter und Sportwart Christoph Sölter.

Letzterer hatte in seinem Bericht vor allem die starken Leistungen der U14-Athletinnen und -Athleten im vergangenen Jahr heraus gehoben: „Die Jahrgänge 2011 und 2012 berechtigen zu guten Hoffnungen und insgesamt sind wir im Nachwuchsbereich auch in der Breite stark aufgestellt.“ 110 Kinder werden derzeit im LC Haßloch von neun Trainerinnen und Trainern betreut, und damit sei man an der Kapazitätsgrenze angelangt: „Wir haben überall Wartelisten und bei manchen Gruppen sind sogar die schon geschlossen.“ Dazu gebe es eine neue Initiative zur Bildung einer Senioren-Wettkampfgruppe, die vor allem die Teilnahme an Stadionwettbewerben plane. Ambitionen auf Erfolge bei Staffeln hege man durch die Bildung der neuen Startgemeinschaft mit der TG 04 Limburgerhof.

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