Neustadt Vorbereitung mit Großmutters Essen

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Deidesheim. Seit dem 0:1 gegen den SV Gommersheim im Februar dieses Jahres hat die TSG Deidesheim kein Fußballspiel mehr verloren. Und sie hat nicht vor, in der voraussichtlich letzten Partie dieser Saison wieder damit zu beginnen. Am Freitagabend (ab 19 Uhr, in Bellheim) will die TSG mit einem Sieg über den FSV Freimersheim den Aufstieg in die Bezirksliga Vorderpfalz realisieren. Im Falle eines Remis müsste die Partie abermals stattfinden.

Als der FSV Freimersheim am Montag in Gommersheim auf den ESV Ludwigshafen traf (und 2:0 gewann), wollten die Spieler der TSG Deidesheim ursprünglich vor Ort recherchieren. Rudi Benkler hat dies untersagt. Der Spielertrainer wollte ver-meiden, dass seine Schützlinge mit falschen Eindrücken in die alles entscheidende Partie gehen, hätte der FSV womöglich einen schlechten Tag erwischt. Stattdessen trafen sich die Spieler zu einem Mannschaftsabend bei der Großmutter von Alexander und Christian Schubing, die die Truppe bekochte. Bis auf Polizist Robin Wageck war das Team nach Aussage seines Übungsleiters komplett. Moral und Motivation sind obenauf. „Die Spieler wissen alle, um was es geht“, sagt Benkler, „wir können etwas ganz Großes erreichen.“ Einer gebührenden Fanunterstützung kann sich die TSG gewiss sein, insgesamt darf mit einer vierstelligen Zahl an Besuchern gerechnet werden. „Unser Tross muss so groß wie mög-lich sein“, sagt Benkler, „unsere Zuschauer haben ihren Dienst von außen immer getan. So ein Spiel hat sich die Mannschaft verdient, sie soll sich tragen lassen von der Kulisse.“ Und bei solch einem Duell zweier offensiv gleichwertiger Mannschaften, in dem die Tagesform den Ausschlag gebe, müsse sich ein jeder zuerst an die eigene Nase fassen. „Wenn man hinterher sagen kann, man hat alles gegeben, kann man auch mit allem leben.“ Benklers Pendant Edin Pita hatte am Dienstag frei. Zum Glück für ihn. Der Spielertrainer des FSV Freimersheim hatte gegen den ESV die vollen 90 Minuten auf dem Platz gestanden, trotz seiner 44 Jahre. Das hat geschlaucht. Er habe am Morgen danach „kaum laufen können“, sagt Pita. Ehe er nach Deutschland kam, hat er in der zweiten bosnischen und der zweiten slowenischen Liga die Bälle verteilt. Es folgten die Zeit beim SV Weingarten und Engagements in Lustadt, bei Phönix Bellheim und nun eben in Freimersheim. Seit knapp sieben Jahren ist Pita dort tätig. 2012 stieg der Bosnier mit dem FSV in die A-Klasse Südpfalz auf. In der ersten Saison belegte seine Equipe Platz fünf, es folgten Platz drei und im Vorjahr Rang zwei. In der Relegation glückte ein 4:4 gegen den späteren Bezirksligisten FV Heiligenstein, dem TuS Dirmstein unterlag der FSV mit 1:3. Das Aus im Kampf um den Aufstieg. Und diesmal? „Die haben ihre Qualitäten, wir haben unsere Qualitäten“, sagt Pita in Erwartung eines von Beginn an offenen Spiels, in dem er beiden Parteien eine Siegchance von 50 Prozent zubilligt. Pita selbst wird abermals auflaufen müssen, das Fehlen mindestens eines Leistungsträgers macht dies notwendig. Safak Metin erlitt im letzten Spiel gegen den SV Büchelberg eine Verletzung an Zähnen und am Kiefer. Er könne keine feste Nahrung zu sich nehmen und habe vier Kilo abgenommen, sagt Edin Pita. Zudem muss auch Patrick Lindner aufgrund einer Lebensmittelvergiftung vermutlich passen. Spielt Lindner doch, kann Pita als „Zehner“ fungieren. Wenn nicht, muss er als „Sechser“ auf den Rasen. Das ist wesentlich laufintensiver. Und am darauffolgenden Tag schmerzhafter. Diese Pein könnte wohl nur der Aufstieg lindern ... (aboe)

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