Neustadt Von Depression bis Haarausfall

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Nach drei Jahren Pause findet der 8. Selbsthilfetag der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe Pfalz (KISS) am heutigen Samstag in Edesheim statt. Erstmals stehen die Info-Stände der dieses Mal 35 beteiligten Selbsthilfegruppen nicht in der Speyerer Straße rund um die Franziskus-Apotheke, sondern in der Gemeindehalle. Hier werden auch die drei Fachvorträge gehalten.

Otmar Wegerich, der Vorsitzende des Selbsthilfetreffs Pfalz mit Sitz in Edesheim, spricht von einem Experiment. Wenn sich Erfolg einstelle, werde man auch zukünftig auf den sehr zeitaufwendigen Auf- und Abbau der Stände im Freien verzichten. Er ist froh, dass die Gemeinde ihre Halle für diese in der Vergangenheit stets gut angenommene Veranstaltung kostenlos zur Verfügung stellt. Gruppen von A bis T (AGUS, Angehörige um Suizid, bis Tinnitus) vorwiegend aus der Vorderpfalz haben ihre Teilnahme zugesagt. Ihre Sprecher stehen für Kontakte und persönliche Gespräche zur Verfügung, wie Wegerich mitteilt. Das gilt auch für vier vor Ort anwesende Institutionen wie Bündnis gegen Depressionen, Unabhängige Patientenberatung, Verbraucherzentrale und Sozialverband VdK. Erstmals dabei sind, obwohl schon etwas länger bestehend, die Selbsthilfegruppe Migräne (Edesheim/Landau) und die Männergruppe (Edesheim). Zur Selbsthilfegruppe nur für Männer, die nicht unter einer bestimmten Erkrankung leiden, merkt Otmar Wegerich an: „Bei den Treffen werden Themen besprochen, über die nicht geredet wird, wenn Frauen anwesend sind. Es geht um bestimmte Krankheiten, soziale Probleme und auch um Erziehungsfragen.“ Claudia Kröger, langjährige Mitarbeiterin der Geschäftsstelle in Edesheim, ruft Männer auf, die sich dieser Gruppe anschließen wollen, sich zu melden. Dann werde man den Kontakt zum Gruppensprecher herstellen. Das gelte selbstverständlich auch für alle andere Gruppen. Laut Wegerich und Kröger ist in Neustadt die Bildung einer Selbsthilfegruppe angedacht, in der sich Menschen treffen sollen, die unter kreisrundem Haarausfall leiden, einer Autoimmunerkrankung. Nach ihrer Darstellung muss die Initiative zur Gründung neuer Gruppen von Betroffenen selbst ausgehen. Wegerich: „Eine Handvoll Leute ist ausreichend. Wir helfen bei der Organisation, stellen auf Wunsch kostenlos einen Raum im Selbsthilfetreff in Edesheim zur Verfügung. Aber wir mischen uns nicht ein, wir raten nur.“

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