Neustadt Vom Alant bis zur Zitronenverbene

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Wer einen grünen Daumen hat, machte sich am Wochenende auf nach Edenkoben zum beliebten Garten- und Pflanzenmarkt. Erstmals am Samstag bat das „Kräuterweib“ Jutta Grünenwald zur Einführung in die Welt der Heilpflanzen.

Ausgestattet mit einem Korb voller Kräuter und einer Kräuter-„Bibel“ sowie zu erkennen an einem großen Strohhut, verziert mit Heilpflanzen führte Grünenwald ihre Schüler zur Kräuterstunde von Stand zu Stand über den Garten- und Pflanzenmarkt. Kräuter und Gewürze nicht in einen Topf werfend, lernte die Gruppe vom Klang eines Windspieles begleitet die unterschiedlichen Arten der Kräuter kennen. So gibt es Küchen-, Heil-, Gift-, Wiesen-, Wild-, Kultur- wie auch Blattkräuter. Viele Geheimnisse um die kleinen Kräuter kamen im regen Austausch mit der Referentin ans Licht. Eifrig zückten die Damen und Herren Papier und Stift, um sich für den späteren Einkauf Notizen zu machen. Infos zum Anbau der Kräuter sind inklusive. Jutta Grünenwald empfahl beispielsweise als dekoratives Kraut rankenden Thymian an gepflasterten Wegen, Estragon oder Rosmarin inmitten des Blumengartens oder in einer Kräuterspirale. Dort können die Pflänzchen auch besser den Winter überleben. Ebenso erfuhren die Kräuterinteressierten von guten wie weniger guten Nachbarschaften, etwa dass Lavendel zwischen Rosen die Blattläuse vertreibt und die Pfefferminze beim Kohl die Kohlweißlinge abschreckt. Aus dem Kräuterkorb holte Grünenwald dann Salbei, Borretsch, Huflattich und Currykraut, Estragon, Waldmeister, Rosmarin, Pfefferminz und Zitronenverbene zum Anfassen. Erste Rezepte und Ideen für weitere Verwendungen wurden ausgetauscht, ehe die Gruppe mit einem Rundgang über den Markt startete. In einem „Eldorado der Pflanzen“ fanden sich Katzenminze, Wermut und Stevia wie auch die Vitaminbombe Goji-Beere. Ausschau hielt die Gruppe nach Alant, auch Edelwurz, Helenenkraut oder Odinskopf genannt, wurde letztlich jedoch nicht fündig. Nach einem Zwischenstopp bei der Feige, einem natürlichen Süßungsmittel, trafen die Teilnehmer auf ein exotisches Kraut, das Bienen, Hummeln und Schmetterlinge eine große Freude bereitet – auf die Monarde. Während bereits erste Einkäufe getätigt wurden, ging es zur letzten Marktstation. Hier konnten schließlich Weinraute und Pimpinelle auf der Suchliste abgehakt werden. Bei Kräuterlimonade, Kräuterkeksen, Kräuterschnaps und Kräuterlikör kam die 14-köpfige Gruppe abschließend im Stadtgarten zusammen, tauschte Rezepte aus, unterhielt sich über Wirkungen der Kräuter. (ivt)

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