Meckenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Viel Arbeit für den Dorfverschönerungsausschuss

Die CDU im Meckenheimer Gemeinderat macht sich stark für eine öffentliche Toilette, die Radler nutzen können.
Die CDU im Meckenheimer Gemeinderat macht sich stark für eine öffentliche Toilette, die Radler nutzen können.

„Munter“ ging es am Montag in der Sitzung des Gemeinderats Meckenheim zu. Resümee des Abends: Auf die Ausschüsse des Rates – insbesondere auf den Dorfverschönerungsausschuss – wird einiges an Themen zukommen.

Die CDU-Fraktion hatte acht Anträge eingebracht. Der erste behandelte die Arbeitsbelastung des Gemeindearbeiters. Hintergrund ist, dass einem einzelnen Mann die Pflege der vielen gemeindeeigenen Grünflächen obliegt, er zudem Büsche zurückschneiden, Mülleimer entleeren, Container für Hundekot-Tüten auffüllen, gießen, pflanzen und Grünabfall entsorgen muss. Auch die Unterstützung durch einen Mitarbeiter auf Minijob-Basis für den Friedhof reiche bei der Vielzahl der Arbeiten nicht aus, führte die CDU-Fraktionsvorsitzende Birgit Groß aus. Eine Ausschreibung für einen weiteren Mitarbeiter sei leider erfolglos geblieben, teilte Bürgermeisterin Silke Hoos (WG Meckenheim) hierzu mit. Thorsten Flick von der SPD-Fraktion plädierte dafür, Geflüchtete für einzelne Arbeiten einzusetzen. Der Rat einigte sich einstimmig darauf, das Thema im Dorfverschönerungsausschuss zu behandeln.

Küche zu klein, zu wenig Ruheräume

Die Küche viel zu klein für die Versorgung der zahlreichen Kinder, weder ausreichend Platz zum Essen noch genug Ruhe- und Ausweichräume, Nassräume nicht an den gewachsenen Betrieb angepasst: Um die aktuelle Situation in der Katholischen Kindertagesstätte „Arche Noah“ ging es im zweiten Antrag. Einstimmig beschloss der Rat, das Thema in den Bauausschuss zu verweisen.

Auf dem Meckenheimer Friedhof werden dringend neue Urnenfelder benötigt, die zeitnah hergerichtet werden müssten. Wie hier der Stand der Dinge ist – auch hinsichtlich weiterer vorgesehener Maßnahmen wie der Umgestaltung des Areals –, wollte die CDU wissen. Die Firmen, die sich dafür beworben hätten, seien alle wieder abgesprungen, erklärte Bürgermeisterin Hoos. Der einstimmige Ratsbeschluss dazu: Der Dorfverschönerungsausschuss soll das Thema diskutieren und dann dem Rat Vorschläge unterbreiten.

Um einen Zugang zum WC am Dorfplatz ging es im nächsten Antrag. Meckenheim liege schon seit vielen Jahren an den barrierefreien Fahrradrouten des „Kraut-und-Rüben-Wegs“ und des „Kaiser-Konrad-Wegs“, verfüge aber über keine öffentliche Toilette für vorbeikommende Radfahrer, erklärte Birgit Groß. Auch dieser Punkt soll im Dorfverschönerungsausschuss behandelt werden.

Im nächsten Antrag ging es um den aktuellen Stand beim E-Werk Meckenheim, die zukünftige Netzentwicklungsstrategie und deren finanzielle Auswirkungen. Silke Hoos verwies auf einen demnächst anstehenden Gesprächstermin mit den Stadtwerken Neustadt.

Unterstützung für Ehrenamtliche gewünscht

Das ehrenamtliche Engagement von Bürgern für die Gemeinde solle besser unterstützt werden, so lautete der Inhalt des sechsten CDU-Antrags. Beispielsweise könne die Arbeit der „Aktiven Meckenheimer“ mit einem kleinen Geldguthaben auf einer Bezahlkarte für Anschaffungen wie Farben und Baumaterial unbürokratisch erleichtert werden. Auch dieser Punkt wurde in den Dorfverschönerungsausschuss verwiesen.

Ein neuer Antrag soll für die Vertretungsregelung in den Ausschüssen und die Umbenennung des Dorf- und Fremdenverkehrsausschusses formuliert und dann wieder in den Rat eingebracht werden. Statt „Fremdenverkehrsausschuss“ schlug die CDU den Begriff „Tourismusausschuss“ vor, wie er auch im Landkreis Bad Dürkheim verwendet wird.

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