Neustadt VfL Neustadt tritt erstmals mit Trainer Trapp an

Neustadt. Morgen, Freitag, beginnt in der Neustadter Böbighalle um 18.30 Uhr die erste Vorrunde des 36. RHEINPFALZ-Hallenfußballturniers. Unter den neun Mannschaften, von denen sich drei für die zwei Wochen später in Bad Dürkheim stattfindende Endrunde qualifizieren, befindet sich mit Verbandsligist VfL Neustadt auch der Rekordgewinner und Titelfavorit.
Auch im vergangenen Jahr nahm der VfL als höchstklassiger Verein die Favoritenstellung ein, trat aber nur mit Spielern der zweiten Garnitur an und schied bereits in der Vorrunde aus. Nun nehmen es die Neustadter ernster. „Wir werden diesmal mit einer Kombination aus Spielern der Ersten und Zweiten Mannschaft versuchen, uns für die Endrunde zu qualifizieren“, informiert Leander Baumann, das an der Haidmühle für den sportlichen Bereich zuständige kommissarische Vorstandsmitglied. Möglicherweise ist diese Maßnahme ein Schritt auf dem Weg, wieder Ruhe in den Verein zu bringen. Denn im Herbst herrschte zwischen dem Verbandsliga- und dem A-Klasse-Team Funkstille. Mit Wolfgang Trapp wird erstmals der neue VfL-Trainer für die Mannschaft verantwortlich sein. Wenn der VfL morgen Abend an frühere Erfolge anknüpfen möchte, ist es wohl nötig, einige Verbandsligaspieler einzusetzen. Denn mit dem Bezirksligisten SV Rot-Weiß Seebach hat er es in der aus fünf Mannschaften bestehenden Gruppe A mit einem der Mitfavoriten zu tun. Von allen Vereinen aus dem Bad Dürkheimer Raum waren die Seebacher bei RHEINPFALZ-Hallenturnieren bisher am erfolgreichsten. Ihre stärkste Zeit, als sie von 1995 bis 1998 viermal in Folge einen der Endrundenplätze zwei bis vier belegt haben, liegt allerdings längere Zeit zurück. Als aktueller Tabellenfünfter der Bezirksliga Vorderpfalz sind sie allerdings so gut platziert wie noch nie zuvor. Von den drei Außenseitern in dieser Gruppe ist zumindest aufgrund der Klassenzugehörigkeit dem TV Ruppertsberg am ehesten eine Überraschung zuzutrauen. Als aktueller Tabellenvierter der B-Klasse Rhein-Mittelhaardt West ist er immer noch eine Klasse höher angesiedelt als die beiden C-Klasse-Vertreter FC Leistadt und TuS Gronau, die diese Gruppe komplettieren. Während sich die Ruppertsberger in der Meisterschaftsrunde Hoffnungen auf den Wiederaufstieg in die A-Klasse machen können, spricht die bisherige Bilanz bei RHEINPFALZ-Turnieren allerdings gegen ein Erfolgserlebnis. Obwohl dieser Verein bereits seit der ersten Veranstaltung vor 35 Jahren regelmäßig teilnimmt, erreichte er noch nie die Endrunde. Der FC Leistadt träumt inzwischen schon 23 Jahre davon, den großen Coup aus der Saison 1991/1992 zu wiederholen. Bei der Endrunde des 13. RHEINPFALZ-Hallenturniers erreichte der auch damals lediglich der C-Klasse angehörende Verein das Endspiel, in dem er dem VfL Neustadt nur mit 3:4 unterlag. Ansonsten erreichte diese Mannschaft bisher noch kein annähernd gutes Ergebnis. Gebeutelt wurde der Verein in den beiden vergangenen Jahren auch im Freien, denn zweimal in Folge verpasste er nur knapp den Aufstieg in die B-Klasse. Momentan überwintert der FCL in der C-Klasse Rhein-Mittelhaardt West wieder auf dem zweiten Tabellenplatz. Immerhin eine Endrundenteilnahme kann TuS Gronau vorweisen. Die Mannschaft aus dem Rhein-Pfalz-Kreis gehört der gleichen Spielklasse wie Leistadt an, hat aber, im Gegensatz zu den Dürkheimern als Tabellenfünfter mit elf Punkten, weniger nur theoretische Aufstiegschancen. Auch in der Gruppe B gibt es mit dem SV 1911 Bad Dürkheim einen klaren Favoriten auf die direkte Qualifikation für die Endrunde. Der Verein aus dem Stadtteil Trift löste zwischenzeitlich Seebach als Nummer eins im Bad Dürkheimer Fußball ab und träumt als Tabellenzweiter der Bezirksliga Vorderpfalz sogar vom erstmaligen Aufstieg in die Landesliga. Die spielerisch starken Vorstellungen des Teams von Trainer Oliver Spuhler lassen jedenfalls vermuten, dass es auch in der Halle Glanzlichter setzen und die Schmach aus dem Vorjahr, als keine Mannschaft aus dem Raum Bad Dürkheim die Endrunde erreicht hatte, getilgt werden kann. Härtester Konkurrent der 1911er sollte die SpVgg. Rödersheim sein. Der Überraschungssieger des sechsten RHEINPFALZ-Hallenturniers nimmt in der A-Klasse Rhein-Mittelhaardt zurzeit Rang elf ein. Mit dem FV Freinsheim tritt in der Gruppe B ein weiterer A-Klasse-Vertreter an, allerdings aus dem Rhein-Pfalz-Kreis. Wie der FC Leistadt erreichten auch die Freinsheimer bisher einmal überraschend das Endspiel, allerdings liegt dieses noch länger zurück. Beim vierten Turnier unterlagen sie dem VfL Neustadt am 2. Januar 1983 mit 0:2. In der A-Klasse Rhein-Pfalz belegt das Team Tabellenplatz zwölf. Nichts zu verlieren hat morgen wie so oft der SV Schöntal. Mit nur sechs Punkten aus 17 Spielen tritt der Club als Schlusslicht der C-Klasse Rhein-Mittelhaardt West an. (dil)