Neustadt VfL kann nur noch zwei Teams überholen

Neustadt. Wenn der Fußball-Landesligist VfL Neustadt sein heute, Samstag, 16 Uhr, angesetztes Heimspiel gegen die SG RWO Alzey verliert und der SV Geinsheim in der am Sonntag, 15.30 Uhr, auf eigenem Gelände beginnenden Partie mit TuS Marienborn höchstens ein Remis erreicht, steht der VfL nach Schlusslicht VfR Frankenthal als zweiter Absteiger in die Bezirksliga Vorderpfalz fest. Für Geinsheim ist gut zwei Wochen vor Saisonschluss zwischen den Rängen fünf und 14 der Abschlusstabelle noch alles möglich.
Dass der VfL Neustadt an den letzten drei Spieltagen zwei Heimspiele gegen die ebenfalls abstiegsgefährdeten Mannschaften aus Alzey und Mainz-Marienborn sowie ein Auswärtsspiel beim noch punktlosen VfR Frankenthal hat, nährte an der Haidmühle nach dem verdienten 4:1-Sieg gegen den BSC Oppau die Hoffnung, dass es doch noch mit dem Klassenverbleib klappen könnte. Die jüngsten Ergebnisse der Konkurrenten ließ diese jedoch fast auf den Nullpunkt sinken. Die eigene 1:5-Niederlage beim dadurch als Meister feststehenden FC 09 Speyer wurde zwar erwartet. Aber dass die TuS Marienborn beim VfR Grünstadt mit 4:2 gewann und der heutige Gegner SG RWO Alzey am Dienstagabend in einem Nachholspiel die TSG Hechtsheim mit 2:0 besiegte, sorgte für Ernüchterung. Die beiden einzigen Mannschaften, die der VfL noch überholen kann, sind der Drittletzte TuS Marienborn, der jedoch schon sechs Punkte mehr als die Neustadter auf dem Konto hat, sowie der BSC Oppau. Verbuchen die neun Zähler mehr aufweisenden Oppauer in ihren letzten drei Begegnungen auch nur einen Punkt, sind diese ebenfalls uneinholbar enteilt. Da der VfR Frankenthal am vergangenen Wochenende aufgrund von Personalmangel gegen den SV Geinsheim nicht angetreten war, wurde das Spiel mit 2:0 für den SVG gewertet. Die Geinsheimer verließen dadurch zwar die Abstiegszone und belegen nun mit 36 Punkten Rang zwölf. Lediglich zwei Zähler Vorsprung auf den BSC Oppau sind allerdings alles andere als ein Ruhekissen. Andererseits böten drei erfolgreiche Spiele zum Saisonschluss den Geinsheimern sogar noch die Möglichkeit, weiter nach oben zu rücken. Der Rückstand zum Tabellenfünften VfR Grünstadt beträgt lediglich vier Punkte. So schnell, wie der SV Geinsheim in den vergangenen Wochen vom Verfolger der Aufstiegs- zum Abstiegskandidaten mutiert ist, so schnell kann es auch wieder nach oben gehen. „Um ganz sicher zu gehen, müssen wir in den letzten drei Spielen noch mindestens vier Punkte holen“, meint Geinsheims Trainer Rudi Brendel vor dem Duell mit Marienborn. Vor allem dieses Spiel sei besonders wichtig. „Wenn wir verlieren, haben wir nur noch zwei Punkte Vorsprung auf diesen Gegner. Das wollen wir auf jeden Fall vermeiden“, ergänzt er. Problematisch sei weiterhin die angespannte Personalsituation aufgrund zahlreicher Verletzungen und arbeitsbedingt fehlender Spieler. „So etwas wie seit der Winterpause habe ich bisher noch nicht erlebt“, meint er hierzu. Eine Entschuldigung für eine schlechte Leistung dürfe dies jedoch nicht sein. „Wir bringen immer elf Spieler auf den Platz, und diesen kann ich auch vertrauen“, stellt der SVG-Coach klar. Vor Marienborn habe er durchaus Respekt. „Diese Mannschaft ist stärker als es deren Tabellenplatz aussagt. Das wird keinesfalls einfach“, warnt Rudi Brendel. (dil/Archivfoto: Mehn)