Neustadt Urkunde im goldenen Turmknopf

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Die Neuauflage der „Geschichte der protestantischen Kirchengemeinde Deidesheim“ ist vom Deidesheimer Heimatforscher Berthold Schnabel erstellt worden. Es handelt sich zum einen um eine präzise Dokumentation der Geschichte dieser Kirchengemeinde. Sie reicht bis in die Gegenwart. Sie enthält aber auch viele interessante Details und Anekdoten.

Ein besonderes Dokument verbirgt sich in 25 Meter Höhe, im Turmknopf des Kirchturms, der 1974 nach der Renovierung des Turmes dort aufgesetzt wurde. In dem vom Dachdeckermeister Georg Geißler gefertigten und gestifteten wie vom Malermeister Alois Köppler (beide Deidesheim) vergoldeten Turmknopf wurde eine Urkunde eingelegt. In dieser ist neben einem Situationsbericht über Deidesheim, Rheinland-Pfalz und Deutschland vermerkt: „Der Bürgermeister von Deidesheim ist Presbyter Erich Gießen, der Verbandsgemeinde Deidesheim steht Bürgermeister Stefan Gillich vor. Den Landkreis Bad Dürkheim führt Dr. Scherer. Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz ist Helmut Kohl. Der Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland heißt Helmut Schmidt.“ Auch der Satz des Presbyters Ulrich, der am 15. Januar 1985 gerufen habe: „Ehr Leit’, unser Kirch isch dreckig“ ist in der Chronik festgehalten. Daraufhin wurden auch bald größere Renovierungsarbeiten eingeleitet. Da die Protestantische Kirche Deidesheim ein Kulturdenkmal ist, wurde diese auch 1997 unter Denkmalschutz gestellt. Die Neuauflage dieser Kirchengeschichte, in 400 Exemplaren hergestellt, ist im protestantischen Pfarrbüro in Deidesheim zum Preis von 9,80 Euro erhältlich. (rr)

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