Neustadt
Unwegsamer Pfad am Friedhof: Planieren statt baggern
Das Teilstück des Weges zwischen dem Zugang zum Lachen-Speyerdorfer Friedhof von den Parkplätzen zur Friedhofshalle ist schon seit längerem ein Ärgernis. Eine Befestigung des letzten Wegabschnitts vor der Aussegnungshalle wurde von der Stadtverwaltung mehrfach abgelehnt.
Der erste Teil des Wegs vom Zugang aus ist gepflastert. Die Pflasterung des weiteren Wegstücks bis zur Aussegnungshalle lehnt die Stadtverwaltung mit dem Argument ab, dass beim Ausbaggern die Wurzeln der dort stehenden Birken beschädigt würden und die Bäume dadurch kaputt gehen könnten. Zudem würde eine Befestigung die Versorgung der Birken mit Wasser beeinträchtigen.
Weg ist nicht barrierefrei
Der Weg zur Friedhofshalle sei besonders bei feuchter Witterung und vor allem für ältere Menschen sehr beschwerlich, erläuterte der CDU-Fraktionsvorsitzende Christian Gerau in einem Antrag seiner Fraktion. Vor allem mit Rollator, Rollstuhl oder Kinderwagen sei der Weg zeitweise kaum zu nutzen. In dem Antrag wird eine Variante der Aufpflasterung vorgeschlagen, bei der der Weg nicht ausgebaggert werden muss. Stattdessen soll die Oberfläche planiert und verdichtet und dann eine dünne Tragschicht aus Schotter und Splitt aufgebracht werden. Auf dieser Tragschicht sollen dann Pflastersteine in einem Sandbett verlegt werden. Der Weg bleibe so wasserdurchlässig, die Wurzeln der Birken würden nicht gefährdet, der Weg könne weitaus besser genutzt werden und es entstehe ein optisch einheitliches, ansprechendes Bild, zählte Gerau die Vorteile dieser Lösung auf.
Marlene Schleifer (SPD) erkundigte sich, ob dadurch, dass das Wegstück nicht ausgebaggert wird, ein Höhenunterschied entsteht, der zu einem Hindernis für gehbeeinträchtigte Menschen werden könnte. Es werde wohl einen Höhenunterschied geben, der werde aber minimal sein, so der stellvertretende Ortsvorsteher Jörg Fröhlich (CDU). Die Mitglieder des Ortsbeirats stimmten dem Antrag der CDU einhellig zu.