Neustadt Unterricht teuerer

Die Gebühren der Musikschule der Verbandsgemeinde Deidesheim wurden zuletzt bei der Euroumstellung 2002 angepasst. Zum Wintersemester werden die Gebühren um rund zehn Prozent erhöht.
„Wir haben versucht, die Gebühren auf einem erträglichen Niveau zu halten“, sagte Verbandsbürgermeister Peter Lubenau bei der jüngsten Ratssitzung. Zudem müsse die Schulordnung wegen veralteter Formulierungen angepasst werden. Bei den neuen Gebühren habe man sich an den Beiträgen umliegender Musikschulen orientiert. Die Schieflage zwischen Einnahmen und Ausgaben der Musikschule hatte das Rechnungsprüfungsamt der Kreisverwaltung moniert. Das sei ein richtiger Schritt gewesen betont Deidesheims Stadtbürgermeister Manfred Dörr (CDU): „Nach vierzehn Jahren ist eine solche Erhöhung mehr als angemessen.“ „Wir liegen mit den Gebühren immer noch im unteren Feld“, sagt Wilfried Schwab (SPD-Meckenheim). Für ihn sei wichtig, dass es für Geschwisterkinder und soziale Härtefälle weiterhin Ermäßigungen gebe. Dem stimmte Jürgen Buchholz von der Freien Wählergruppe (Ruppertsberg) zu. Ruth Ratter (Bündnis 90/Die Grünen) betonte, dass sie im Unterhalt der Musikschule kein Defizit, sondern eine Investition sehe: „Das Geld ist gut angelegt.“ Schließlich profitiere die Verbandsgemeinde bei Festivitäten von Beiträgen der Musikschule. Sie befürwortet zudem, dass Musikschüler weiter die Möglichkeit haben, Instrumente auszuleihen. Positiv sei, dass die Gebührenfrage gemeinsam mit der Musikschule abgestimmt wurde, erklärte Ralf Werry (FDP). Schwab empfiehlt, das Thema Gebührenanpassung alle fünf Jahre anzugehen. Dann fiele eine so starke Erhöhung der Beiträge weg. |vnl