Neustadt Und wieder heißt der Gast Bayer Leverkusen

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Niederkirchen. Am 23. August 2015 stand Niko Koutroubis beim DFB-Pokalspiel erstmals in einem Pflichtspiel des 1. FFC Niederkirchen gegen Bayer 04 Leverkusen als Trainer an der Seitenlinie. Der FFC war damals drei Monate zuvor in die Frauen-Fußball-Regionalliga abgestiegen. Morgen, Sonntag, 14 Uhr, beginnt die Saison 2016/2017 für die inzwischen in die Zweite Bundesliga zurückgekehrten Niederkirchener erneut mit einem Heimspiel gegen den Bundesligisten aus dem Rheinland in der ersten DFB-Pokalrunde.

Tore von Kristina Sundov (12.), Lisa Schwab (46.) und Turid Knaak (84.) sicherten den Leverkusenerinnen im vergangenen Jahr bei einem Gegentreffer von Silvana Arcangioli (55.) einen 3:1-Sieg. Nicht nur das knappe Ergebnis bewies, dass sich der FFC schon zu diesem frühen Zeitpunkt der vergangenen Runde auf einem hohen Leistungsniveau befand. Dieses Ergebnis sollte schließlich auch bis heute die letzte Pflichtspielniederlage der Koutroubis-Mannschaft bleiben. „Dass wir vor einem Jahr nur mit 1:3 verloren haben, war eigentlich eine Sensation“, blickt der FFC-Trainer zurück. Ob es den Niederkirchenerinnen morgen Nachmittag erneut gelinge, das Spiel lange offen zu gestalten, werde vor allem davon abhängen, ob die neue Verteidigung an die Leistungen der bisherigen Defensivabteilung anknüpfen könne. „Alle Abwehrspielerinnen haben uns vor dieser Saison verlassen. Und wir haben ausschließlich junge Neuzugänge“, gibt er zu bedenken. Außer den beiden Innenverteidigerinnen Lisa Egelhof und Sandra Henke, die in allen Spiel dabei gewesen seien, vermisse er besonders Selina Hünerfauth. „Selina hat auf der linken Seite nie etwas anbrennen lassen. Sie zu ersetzen, wird besonders schwer“, ergänzt er. Im Gegensatz zu Niederkirchen gibt es bei Bayer Leverkusen Frauenfußball übrigens erst seit dem 1. Juli 2008. Der Verein übernahm damals die Frauenfußballabteilung des TuS Köln, dessen Wurzel wiederum die SSG 09 Bergisch Gladbach war. Deren Frauenmannschaft war von 1977 bis 1989 neunmal deutscher Meister und dreimal DFB-Pokalsieger geworden, war 1990 Gründungsmitglied der Bundesliga und hatte sich 1996 dem TuS Köln angeschlossen. Bayer Leverkusen stieg 2010 als Meister der Zweiten Bundesliga Süd in die Erste Bundesliga auf und gehört dieser seitdem ununterbrochen an. Dabei belegten die Rheinländerinnen allerdings am Ende eines jeden Jahres einen Platz in der unteren Tabellenhälfte, in der vergangenen Saison den neunten. Star der aktuellen Mannschaft ist seit 2015 Nationalspielerin Annike Krahn (31). Die Weltmeisterin von 2007 und Europameisterin von 2009 und 2013 weilt allerdings zur Zeit mit der deutschen Nationalmannschaft bei den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro. Das DFB-Pokalspiel vor einem Jahr in Niederkirchen war dagegen ihr erster Pflichtspieleinsatz im Leverkusener Trikot. Auch ohne Annike Krahn verfügt Bayer laut Koutroubis über eine sehr starke Mannschaft. „Leverkusen hat viele junge Spielerinnen im Kader, die sämtliche Juniorennationalmannschaften durchlaufen haben“, teilt er mit. Alle seien deshalb hervorragend ausgebildet und technisch stark. „Sie werden versuchen, mit schnellem Kurzpassspiel zum Erfolg zu kommen. Entscheidend wird sein, ob es uns gelingt, dies zu unterbinden“, erklärt der Niederkirchener Coach. Um sich auf das gegenüber den Regionalliga-Begegnungen ebenso in der Zweiten Bundesliga schnellere Spiel der Gegner einzustellen, hat er seine Mannschaft in der Vorbereitungszeit übrigens überwiegend Testspiele gegen Männermannschaften absolvieren lassen. |dil

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