Neustadt Umweltverträglicher Container sucht neues Zuhause

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Grüne und die Ortsgruppe des BUND sind bei ihrem Plan, in der Stadt einen bepflanzten Überseecontainer zu platzieren, noch nicht weitergekommen. Bisher ist noch keine geeignete Stelle dafür gefunden worden.

Die Idee, die dahinter steckt, nennt sich „Urban gardening“ – Städtischer Gartenbau – und ist in Großstädten bereits verwirklicht. Es geht um ortsnahe landwirtschaftliche Produktion und um die Möglichkeit der Eigenproduktion in der Stadt. Möglich wäre das in Neustadt in einem ausrangierten Überseecontainer, der bereits fertig zugeschnitten ist – ein Kunstprojekt des Neustadter Künstlers Olaf Bergmann. Die Frage, wo dieser aufgestellt werden könnte, stellte sich schon im März, als die Neustadter Ortsgruppe des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) den Plan vorstellte. Doch für den Container ist noch kein Standort gefunden worden. Laut Umweltdezernentin Waltraud Blarr (Grüne) hat es bereits mehrere Vorschläge gegeben: Zuerst habe Bürgermeister Ingo Röthlingshöfer (CDU) die Seilerbahn ins Gespräch gebracht, jedoch habe der BUND dies abgelehnt, weil es zu schattig sei. Auch die Realschule plus war in der Diskussion, doch die Schule sah wegen des Pflege-Aufwands dann doch davon ab. Bergmann schließt einen Schulhof inzwischen außerdem aus Gründen der Sicherheit aus. Eigentlich hätte der Container zunächst auf der Landesgartenschau in Landau aufgestellt und erst dann nach Neustadt wandern sollen. Der Plan scheiterte, weil in Landau keine Bewässerungsanlage installiert werden konnte. Olaf Bergmann hat trotz allem die Hoffnung nicht aufgegeben, dass sich ein Platz findet. Zeitlichen Druck gebe es keinen, der Container solle ohnehin noch bemalt werden. Nachdem das Projekt mit der Landesgartenschau nicht umgesetzt werden konnte, habe er es erst einmal zurückgestellt, so der Künstler. Nach wie vor ist er von der Idee überzeugt. Der Übersee-Container sei ein Symbol für Wohlstand und transportgebundenen Konsum. Gerade ein solches ausrangiertes Exemplar zu nutzen, um, wenn auch nur in geringem Umfang, ortsnah Nahrungsmittel zu erzeugen, sei ein wichtiges Zeichen. „Es geht einfach darum, dass die Menschen wieder ein Gefühl für die Entstehung von Lebensmitteln bekommen.“ Bergmann räumt ein, dass ein gewisser Pflegeaufwand mit dem Projekt verbunden ist. „Man muss es wollen“, sagt er. Die Finanzierung übernehmen er selbst und der BUND Neustadt. Lediglich für die Pflege oder die Bewässerung könnten Kosten entstehen. |mhe/kkr

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