Handball RHEINPFALZ Plus Artikel TSG Haßloch: Vier Spieler gehen, Christian Job kehrt zurück

Mit Christian Job (links) schaffte die TSG Haßloch 2025 den Verbleib in Liga drei.
Mit Christian Job (links) schaffte die TSG Haßloch 2025 den Verbleib in Liga drei.

Vor der richtungsweisenden Partie im Kampf um den Ligaverbleib am Sonntag bei Aufsteiger MT Melsungen II hat Drittligist TSG Haßloch erste personelle Weichen gestellt.

Mit sofortiger Wirkung wird Christian Job als weiterer Sportlichen Leiter neben Kevin Seelos für den abstiegsbedrohten Handball-Drittligisten TSG Haßloch fungieren und mit dem Haßlocher Urgestein die sportliche Planung für die Zukunft verantworten. Job, der in der vergangenen Saison die Mannschaft vor dem Abstieg gerettet hatte und dann zum TV Offenbach gewechselt war, wurde dort am vergangenen Donnerstag von seinen Aufgaben entbunden.

Job schon beim jüngsten Heimspiel

So weilte der in Edenkoben lebende Bankkaufmann schon beim jüngsten Heimspiel der „Bären“ im TSG-Sportzentrum. „Ich freue mich, dass Christian uns die Zusage gegeben hat, den Handball in Haßloch mitgestalten zu wollen und uns auch bei der Sponsorensuche zusätzlich zu unterstützen“, sagte Seelos. Mit Job an seiner Seite verspricht sich Seelos noch mehr Professionalität in der Kaderplanung, da man künftig den Schwerpunkt auf jüngere Spieler legen möchte, um diese in der Dritten Liga zu etablieren.

Auch Cheftrainer Philip Rogawski begrüßt diesen Schritt. „Diese Entscheidung kam auch für mich plötzlich und unerwartet, es ging vom ersten Gespräch bis zur Entscheidung sehr schnell. Ich sehe das sehr positiv, denn es gibt uns die Möglichkeit, eine weitere Expertise zu haben, um den Handball in Haßloch weiterzuentwickeln. Es ist ja kein Geheimnis, dass es immer schwieriger wird in der Pfalz, sich in der Dritten Liga zu behaupten“, so Rogawski.

Vier Spieler weg

Und die ersten personellen Entscheidungen sind bei den „Bären“ bereits gefallen. Sebastian Bösing wird zum Saisonende seine Karriere beenden und folgt dem Ruf der TG Osthofen. Dort wird er zur Saison 2026/2027 als Trainer der Ersten Mannschaft sein Debüt an der Seitenlinie geben. Nach zwei Jahren bei der TSG Haßloch wird auch Sebastian Wieland den Verein verlassen. Der aus Dannstadt-Schauernheim stammende Linksaußen erhofft sich bei einer anderen Mannschaft deutlich mehr Spielzeit als zuletzt bei den „Bären“. Nicht mehr das blaue TSG-Trikot wird ebenfalls Noa Zeimet tragen, der dem Ruf des ehemaligen Sportlichen Leiters der TSG Haßloch, Thomas Müller, folgt und zum HLZ Friesenheim-Hochdorf wechseln wird. Die Möglichkeit, in der nächsten Saison zum Perspektivkader der Eulen Ludwigshafen zählen zu können, hat wohl den Ausschlag für den Wechsel gegeben. Dagegen wird sich Tino Gläßgen aus beruflichen Gründen eine Auszeit vom Handball nehmen.

Ein Neuer für den Rückraum

Der erste Neuzugang steht ebenfalls bereits fest: Mark Hartmann, bisher noch im Diensten der Rhein-Neckar Löwen II, wird in der kommenden Spielzeit nach Haßloch wechseln und soll im linken Rückraum neben Luis Maier für die nötige Torgefahr sorgen. Damit scheint auch die Zukunft von Niklas Glindemann geklärt zu sein, der wegen seines Medizinstudiums in Dortmund seine aktive Laufbahn beenden wird. „Wir sind aktuell in vielen Gesprächen und hoffen, in naher Zukunft auch den Kader für die nächste Spielzeit ligaunabhängig bekanntgeben zu können“, kündigte Seelos an.

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