Handball RHEINPFALZ Plus Artikel TSG Haßloch muss in die Regionalliga

Bester TSG-Werfer: Lukas Klein, hier im Derby gegen das HLZ.
Bester TSG-Werfer: Lukas Klein, hier im Derby gegen das HLZ.

Die TSG Haßloch spielt in der kommenden Saison in der Regionalliga. Trotz der Niederlage in Ratingen sieht der Trainer gute Ansätze, die Planungen laufen auf Hochtouren.

Auch wenn sich die personelle Lage vor der Partie beim Tabellenachten Interaktiv.Handball Düsseldorf–Ratingen ein wenig entspannt hatte, gab es für die TSG Haßloch dort nichts zu erben. Mit 29:38 (13:18) musste sich die Mannschaft von Cheftrainer Christian Job im vorletzten Auswärtsspiel geschlagen geben. Erfolgreichster Werfer war Lukas Klein mit acht Toren.

Dafür ist die TSG um mehrere Erkenntnisse reicher. Der Abstieg in die Viertklassigkeit ist nicht mehr zu vermeiden. Außerdem kommt hinzu, dass Niklas Glindemann aufgrund seines Medizinstudiums in Dortmund nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Es gibt aber auch positive Nachrichten: Nils Chrust, der ebenso wie Tino Gläßgen in der vergangenen Woche wegen Krankheit und Verletzung nicht am Training teilnehmen konnte, stellte sich in den Dienst der Mannschaft und sorgte zumindest für etwas Entlastung. Und auf der Heimfahrt erreichte Cheftrainer Job die Nachricht, dass ein weiterer erfahrener Spieler in der kommenden Saison nach Haßloch kommen wird. Den Namen wollen „die Bären“ in der kommenden Woche bekannt geben.

Erfahrungen sammeln

Auch wenn die Niederlage hoch ausfiel, übte Job keine Kritik am Auftritt. „Das, was wir uns in der Woche vorgenommen haben, hat die Mannschaft in dieser aktuellen Besetzung auch ganz ordentlich umgesetzt. Dass wir einige Tore zu viel bekommen haben, lag in erster Linie an den Gegenstößen, die wir hinnehmen mussten. Dagegen war ich mit dem Spiel des siebten Feldspielers zufrieden“, fasste der 52 Jahre alte Trainer die Partie zusammen. Dass der Abstieg nun nicht zu vermeiden ist, sei aus seiner Sicht „wohl in den vergangenen Wochen absehbar geworden“. Deshalb sei dies auch innerhalb der Mannschaft so kommuniziert worden. „Es geht uns weiterhin darum, Erfahrungswerte für die nächste Spielzeit zu sammeln“, erläuter Job.

Nur in den ersten 15 Minuten präsentierte sich Haßloch den Gastgebern ebenbürtig und blieb auf Tuchfühlung. Kevin Seelos selbst hatte erneut aufgrund der Personalmisere auf der Bank Platz genommen. Nach dem Anschlusstreffer zum 10:8 von Lukas Klein (19.) zogen die Rheinländer um ihren Trainer Filip Lazarov mit vier Toren auf 14:8 (22.) davon. Haßloch bemühte sich um Schadensbegrenzung. Nils Chrust und Florian Kern verkürzten nochmals auf 14:10, aber die Gastgeber nutzten ihre Möglichkeiten und erhöhten teilweise auf sechs Tore.

Köpfe nicht hängen lassen

Nicht anders war es in der zweiten Hälfte, in der Ratingen erneut das Tempo erhöhte und seinen Vorsprung bis zur 48. Minute auf zehn Tore (31:21) ausbaute. Das war bitter. Denn „die Bären“ ließen zu keiner Phase „die Köpfe hängen“, suchten ihre Möglichkeiten und bemühten sich im Spiel Sieben gegen Sechs um weitere Tore. Sie konnten „den Flow“ der Gastgeber aber nur schwer unterbinden und mussten sich erneut mit der Niederlage und dem endgültigen Abstieg aus der Drittklassigkeit abfinden.

„Es muss weitergehen. Und ich erwarte auch in den nächsten drei Spielen, dass die Jungs ihre Leidenschaft, den Willen und den Kampf zeigen, der für die dritte Liga notwendig ist“, fordert Job. Am kommenden Wochenende steht zu ungewohntem Zeitpunkt das nächste Heimspiel gegen die TSG Münster (Sonntag, 16 Uhr, TSG-Sportzentrum) auf dem Plan. Der Grund: In der Halle findet am Samstag bereits eine andere Veranstaltung statt.

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