Handball RHEINPFALZ Plus Artikel TSG Haßloch kann gegen Blaustein Ligaverbleib sichern

Fordert volle Konzentration für das Spiel gegen das Schlusslicht: TSG-Kapitän Kevin Seelos.
Fordert volle Konzentration für das Spiel gegen das Schlusslicht: TSG-Kapitän Kevin Seelos.

Andreas Reckenthäler, Trainer des Handball-Drittligisten TSG Haßloch, hat die kommende Heimpartie zum „wichtigsten Spiel des Jahres“ ausgerufen. Die Bären könnten am Samstag nach dem Spiel gegen die TSG Blaustein (19.30 Uhr) Grund zum Feiern haben.

Die Spannung steigt. So nah waren die Handballer der TSG Haßloch in der laufenden Saison noch nicht am großen Ziel, den Klassenverbleib in der Dritten Liga zu sichern. Im dritten von vier selbst ausgerufenen Endspielen erwarten die Bären den Tabellenletzten der Gruppe sechs, den TSV Blaustein. Im Hinspiel feierten die Bären mit 37:20 den höchsten Auswärtserfolg. Aber das ist Geschichte. Mit dem Erfolg der TSG Söflingen bei TUSEM Essen sind die Grugastädter zunächst aus dem Rennen um einen der beiden Aufstiegsplätze. Damit sicherten die Jungs von der Alb den Bären eine optimale Ausgangsposition für die verbleibenden beiden Heimpartien.

„Wir haben es jetzt selbst in der Hand, vorzeitig den Klassenerhalt zu schaffen“, gibt Kapitän Kevin Seelos die Parole aus. Zum einen haben die Pfälzer sich für die vermeidbare Niederlage vor eigener Kulisse gegen TuS Volmetal klar revanchiert und zusätzlich Selbstvertrauen für die beiden letzten Heimspielen getankt. „Wir hatten in der letzten und auch in dieser Woche eine gute Trainingswoche“, sagt Seelos. Dass die Partie gegen Blaustein eine einfache Angelegenheit werden wird, davon ist nicht auszugehen. Die HG Oftersheim-Schwetzingen konnte vor Wochenfrist beim Gastspiel in Blaustein erst zur letzten Sekunde den 24:23 Siegtreffer erzielen. „Wir dürfen in der Liga keinen Gegner auf die leichte Schulter nehmen. Gerade gegen eine Mannschaft, wie Blaustein, die befreit aufspielen kann“, betont Seelos.

Seelos: „Sack zumachen“

Dass der Druck trotzdem da ist, daraus macht das Urgestein kein Geheimnis. „Wenn man so nah ist, will man auch den Sack zu machen“, betont der Rückraumspieler. Dabei erinnert er an die mentale Einstellung. „Wir dürfen auf keinen Fall denken, wir werden irgendwie schon gewinnen. So einfach geht das nicht“. Dabei erinnert sich Seelos noch an jene Partie vor einigen Jahren in der Oberliga, als die TSG Haßloch den Aufstieg bei der SG Budenheim trotz deutlicher Führung in den Schlussminuten noch aus den Händen gab und den Aufstieg verpasste. „Unseren Willen müssen wir 60 Minuten zeigen und dürfen nicht bei einer Führung darüber nachdenken, dass es reichen wird“, betont Seelos.

Auch deshalb überlässt Trainer Reckenthäler auch im vorletzten Spiel der Saison nichts dem Zufall. Nach dem gestrigen Abschlusstraining folgte das Video-Studium des Gegners. „Wir haben uns in eine gute Ausgangsposition gebracht, aber erreicht haben wir noch nichts“, betont der 39-jährige Kapitän. Dementsprechend läuft die Spielvorbereitung wie sonst. Reckenthäler, der gemeinsam mit seinem Cotrainer Philip Rogawski frischen Wind in die Mannschaft gebracht hat, will seine Mission mit dem Ligaverbleib krönen. Dabei kann er diesmal wieder auf Florian Kern und Jan Triebskorn zurückgreifen, die zuletzt wegen Verletzungen fehlten. Ob Dennis Gregori nach seiner Grippe wieder einsatzbereit ist, bleibt abzuwarten. „Mit Max Zech haben wir eine echte Alternative, der in Volmetal gezeigt hat, dass er brennt. Das hat mir gefallen, wie er gekämpft hat“, sagt Reckenthäler.

x